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Panorama Wird an der falschen Stelle nach MH370 gesucht?
Nachrichten Panorama Wird an der falschen Stelle nach MH370 gesucht?
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15:10 01.09.2015
Foto: Forscher des Geomar Helmhotz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel haben mit Computerberechnungen den Weg des gefundenen Wrackteils des Flugzeuges eingegrenzt. Quelle: dpa
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Kiel

Kieler Meeresforscher stellen heute Computerberechnungen vor, die neue Rückschlüsse auf das mögliche Absturzgebiet der seit 16 Monaten verschollenen Malaysia Airlines-Maschine geben sollen. Die Berechnungen des Geomar-Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung sollen ein anderes Absturzgebiet für Flug MH370 nahelegen als bisher vermutet.

Ersten Meldungen zufolge liegt es wesentlich weiter nördlicher als bisher angenommen. Konkret gehen die Kieler Wissenschaftler davon aus, dass das Absturzgebiet rund 3500 Kilometer nördlicher als das bisherige Suchgebiet liegt. Allerdings wurde bei der Pressekonferenz auch betont, dass die Unsicherheiten bei der Eingrenzung des Gebiets weiter sehr groß seien.

Bisher wird angenommen, dass das Flugzeug etwa 2000 Kilometer westlich von Australien ins Meer stürzte.

dpa/zys

Wie Experten das Suchgebiet bestimmt haben:

  • Experten suchen seit mehr als einem Jahr in einem Seegebiet im südlichen Indischen Ozean nach dem verschollenen Flug MH370. Das Gebiet wurde nach mathematisch-physikalischen Berechnungen definiert.
  • Ausgangspunkt waren sieben elektronische "Pings", die die Malaysia-Airlines-Maschine automatisch jede Stunde abgab. Ein Satellit der britischen Firma Inmarsat über dem Indischen Ozean fing die Pings auf, den letzten am 8. März 2014 um 01.11 Uhr MEZ.
  • Anhand der Frequenzen der Pings und unter Berücksichtigung der Bewegung von Satellit und Flugzeug konnten Experten die Flugroute bestimmen.
  • Sie nahmen die übliche Geschwindigkeit einer Boeing dieses Typs von gut 800 Kilometern in der Stunde an und berechneten, wie lange das Flugbenzin gereicht hätte. So wurde das 120.000 Quadratkilometer große Gebiet mehr als 2000 Kilometer westlich von Perth an der Westküste Australiens bestimmt.
  • Die Experten sahen sich durch den Fund der Flügelklappe in La Réunion bestärkt. Die Strömung hätte ein solches Teil aus dem Absturzgebiet genau an den Inselstrand spülen können. (dpa)
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