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Das ändert sich im September

Kindergeld, Energielabel, Abgasnorm Das ändert sich im September

Neuer Monat, neue Regeln: Auch im September treten in Deutschland Gesetze oder Vereinbarungen in Kraft, die Veränderungen mit sich bringen. Flugreisende müssen sich auf Zusatzkontrollen einstellen, während Familien mit Kindern und einige Berufstätige mehr Geld bekommen.

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Änderungen im September: Flugreisende müssen sich auf erweiterte Überprüfungen einstellen, die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zahlt höhere Kindergeldbeträge aus, Zentralheizungen müssen mit einem Energielabel versehen werden, und die Auszubildenden im Bäckerhandwerk erhalten mehr Geld.

Quelle: dpa
Höhere Kindergeldzahlungen

Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zahlt ab September höhere Kindergeldbeträge aus. Bundestag und Bundesrat hatten im Juni und Juli rückwirkend zum 1. Januar eine Anhebung um vier Euro je Kind und Monat beschlossen. Damit steigt der Betrag für das erste und zweite Kind von 184 auf 188 Euro, für das dritte Kind von 190 auf 194 Euro und für jedes weitere Kind von 215 auf 219 Euro. Ab September passt die Familienkasse nun die aktuellen Auszahlungssätze an, die Nachzahlung für die Vormonate erfolgt nach Angaben der Bundesagentur spätestens ab Oktober gesondert per Extrazahlung.

Lufthansa führt Extra-Gebühr ein

Die Reisebranche läuft Sturm, doch Lufthansa bleibt hart: Ab September belegt das Unternehmen die Tickets, die über ein globales Reservierungssystem (GDS) gebucht werden, mit einer Extra-Gebühr von 16 Euro. "Die Gebühr kommt zum 1. September", sagt ein Lufthansa-Sprecher. Für viele Kunden dürfte es zunächst teurer werden. "Die Gebühr ist definitiv eine Preiserhöhung", kritisiert der Deutsche Reiseverband (DRV). Denn bislang werden rund 70 Prozent der Lufthansa-Flüge über GDS gebucht. Vor allem Reisebüros, aber auch Internetportale benutzen die Systeme der GDS-Anbieter wie Amadeus, um weltweit Flüge und andere touristische Dienstleistungen einzukaufen und abzurechnen.

Neue Sicherheitskontrollen an Flughäfen

Flugreisende müssen sich ab 1. September auf erweiterte Überprüfungen an Flughäfen einstellen. Die EU verlangt ab dann stichprobenartige Kontrollen von Passagieren und Handgepäck auf Sprengstoffspuren, um das Einschmuggeln von versteckten Bomben zu verhindern. Dabei werden etwa Wischproben von Händen genommen und in Analyse-Geräten sekundenschnell untersucht. Dafür werden etwa Papierstreifen oder Wischpads eingesetzt, mit denen der Fluggast oder das Handgepäck an bestimmten Stellen abgestreift wird. Eine direkte chemische Analyse vor Ort soll die Feststellung von Sprengstoffspuren ermöglichen. Der Aufwand solle so gering wie möglich bleiben, betonte das Bundesinnenministerium. Teilweise könne es aber zu längeren Wartezeiten kommen.

Abgasnormen für Neuwagen

Fabrikneue Pkw werden in der EU ab September nur noch zugelassen, wenn sie die strengere Abgasnorm Euro 6 erfüllen. In der Praxis ändert sich für Autokäufer damit aber vermutlich nur wenig. Die schrittweise Verschärfung erfolgt nach einem schon seit Jahren bekannten Fahrplan, die Autohersteller haben sich längst darauf eingestellt. Schon seit 1. September vergangenen Jahres müssen alle neu entwickelten Modelle und Motorenvarianten die Euro 6-Norm erfüllen, um eine Großserien-Typenzulassung zu erhalten und in den Markt eingeführt werden zu dürfen. Mit dem jetzigen Stichtag endet also eher so etwas wie eine letzte Übergangsfrist für die vorherigen Modellreihen, die nun ebenfalls nachgerüstet sein müssen oder nicht mehr als fabrikneue Fahrzeuge erstzugelassen werden dürfen.

Energielabel für Heizungen und Boiler

Ab 26. September müssen alle neu in Verkehr gebrachten Zentralheizungen und Geräte zur Warmwasseraufbereitung laut EU-Vorgaben mit einem Energielabel versehen werden, auf dem sich Käufer über deren Energieeffizienzklasse informieren können. Zugelassen sind dann nur Geräte mit Effizienzklassen zwischen A und G. Betroffen sind unter anderem Gas-, Öl- und Elektroheizkessel, Wärmepumpen, elektrische Boiler und Kombinationsverbundsysteme. Die Vorschrift gilt jedoch nur für ab 26. September neu ausgelieferte Geräte. Lagerbestände bei Händlern dürfen noch abverkauft werden. Ältere Bestandsgeräte sind gar nicht betroffen. Für sie werden voraussichtlich ab dem kommenden Jahr ähnliche Label auf freiwilliger Basis eingeführt, um deren Besitzer besser aufzuklären.

Neue Heizkessel bekommen ab September ein EU-Energielabel. Der schwarze Pfeil neben der von grün bis rot reichenden Skala zeigt an, welche Effizienzklasse die Anlage hat. Daneben finden sich auf dem Label etwa Informationen zur Wärmenennleistung oder dem Schallleistungspegel in Innenräumen.

Quelle: EU-Kommission
Mehr Geld für einige Arbeitnehmer

Zum 1. September greifen auch Tariferhöhungen in einigen Branchen. Unter anderem kommen die 174.000 Beschäftigten im Innendienst des Versicherungsgewerbes in den Genuss einer Lohnsteigerung von 2,4 Prozent. Es ist die erste Stufe einer Anhebung in zwei Etappen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Mai vereinbart hatten. Die zweite folgt im Oktober nächsten Jahres. Mehr Geld gibt es auch für die Auszubildenden im Bäckerhandwerk. Sie erhalten je nach Lehrjahr zwischen 4,4 und 5,8 Prozent mehr Lohn.

afp/dpa/wer

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