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Panorama Schulleiterin will Jogginghose verbieten
Nachrichten Panorama Schulleiterin will Jogginghose verbieten
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09:25 11.11.2015
Junge Männer in Jogginghosen: An einer Schule in Baden-Württemberg soll das bald verboten sein. Quelle: Jan-Philipp Strobel dpa/lsw
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Schwieberdingen

Kleidung habe auch was mit Haltung zu tun, sagte Schulleiterin Sandra Vöhringer am Dienstag im schwäbischen Schwieberdingen (Baden-Württemberg). Sie kündigte eine Arbeitsgruppe an, in der sich Lehrer, Eltern und Schüler Anfang Dezember Gedanken über eine neue Kleidungsordnung machen wollen.

Unterstützung der Eltern

Eins stehe für sie aber schon jetzt fest: Die Jogginghose passt nicht rein. "Es würde ja auch kein Schüler so zum Praktikum gehen." So eine sackförmige Schlabberhose sei maximal zum Abhängen auf dem Sofa daheim geeignet, nicht aber zum gemeinsamen Lernen in der Schule. "So eine Jogginghose begleitet manche Jungs die ganze Woche."

Vöhringer sagt, sie habe beim Jogginghosen-Aus die Unterstützung von den Eltern und auch den meisten Schülern. "Da haben wir positive Signale." Der Elternbeirat sei dafür. Es gebe auf beiden Seiten einen hohen Anteil derjenigen, die eine Kleiderordnung gut fände. Den Eltern erspare es ja auch die tägliche Diskussion mit ihren Kindern, was diese anziehen sollten.

Weitere Verbote denkbar

Die Arbeitsgruppe werde sich auch nicht nur mit der Jogginghose befassen, betonte die Rektorin der Glemstalschule mit 600 Schülern der Klassenstufen fünf bis zehn. Es gehe allgemein um die Frage, was eine angemessene Kleidung für die Schule sei. Womit dann auch über Bauchfrei-Shirts und Hotpants diskutiert werde. Einige Jungs hätten schon angemerkt, dass dann auch über die mindestens ebenso peinlichen Leggings der Mädels geredet werden müsse.

An der benachbarten Hermann-Butzer-Schule wird den Schülern bereits empfohlen, keine Joggingshose mehr anzuziehen. "Wir tragen in der Schule eine angemessene und ordentliche Kleidung. (keine Jogginghosen)", steht in der Schulordnung. "Wir haben nicht nur einen Bildungs-, sondern auch einen Erziehungsauftrag", sagte Schulleiterin Ilse Riedl der Ludwigsburger Kreiszeitung.

Aufreizend gekleidete Mädchen

Die Debatte erinnert an einen Fall im Sommer. An einer Realschule in Baden-Württemberg durften Schülerinnen keine Hotpants mehr tragen. Bauchfreie Shirts und Tops wurden ebenfalls von der Schulleitung verboten. "In letzter Zeit müssen wir gehäuft feststellen, dass Mädchen der Werkrealschule sehr aufreizend gekleidet sind", teilte Schulleiterin Bianca Brissaud damals zur Begründung mit.

Später beschloss auch ein katholisches Gymnasium in Hamburg einen Dresscode – die Kleiderordnung erhielt den Titel: "Was wir nicht sehen wollen". Genannt wurden unter anderem: "Brustansatz, Bauchfreiheit, Unterwäsche/Unterhosen, zu viel Oberschenkel."

dpa/wer

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