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Sieben Tote nach Absturz eines Kampfjets

Unglück in Südengland Sieben Tote nach Absturz eines Kampfjets

Bei strahlendem Sommerwetter sollte die Shoreham Airshow an der südenglischen Küste zu einem Spektakel für Flugfans und Familien werden. Doch ein Pilot verliert während eines Loopings die Kontrolle. Sein Jet stürzt auf eine vielbefahrene Straße.

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Das Kleinflugzeug war nach einem Looping auf eine Straße gestürzt. 

Quelle: Screenshot/Youtube (@DanTube)

Shoreham-by-Sea . Sieben Menschen sind beim Absturz eines Militärjets in Südengland ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte während einer Flugshow in der Nähe von Brighton auf eine vielbefahrene Straße und auf mehrere Fahrzeuge, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Ein Kleinflugzeug ist während einer Flugshow im Süden von England nach einem Looping abgestürzt und auf einer Straße aufgekommen. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben. Die Polizei hat die Verkehrsstrecke abgeriegelt.

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Die örtlichen Rettungskräfte bestätigten, dass dabei sieben Menschen starben. 15 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Eines der Opfer schwebte am Samstagabend zunächst in Lebensgefahr und wurde in einem Krankenhaus in Brighton behandelt. Dem lokalen Radiosender Splash FM zufolge stürzte das Flugzeug nur etwa 400 Meter entfernt von Familien ab, die sich die Shoreham Airshow anschauten.

Videos im Internet zeigten, wie ein Flugzeug während eines Looping-Manövers nicht rechtzeitig wieder hochzog, abstürzte und in Flammen aufging. Es sieht darin nicht so aus, als habe der Pilot sich über den Schleudersitz in Sicherheit gebracht. Ob er überlebte, war zunächst unklar.

Augenzeugen berichteten ebenfalls von einem "Feuerball" und dichtem, schwarzem Rauch nach dem Absturz. Nach Polizeiangaben handelte es sich um ein Flugzeug vom Typ Hawker Hunter. Die Straße A27 war nach dem Unfall komplett gesperrt. Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Experten für Flugzeugunglücke waren vor Ort, um Ablauf und Ursache des Unglück zu klären.

Tödliche Unfälle bei Flugschauen und -shows

Bei Flugschauen leben nicht nur die Piloten gefährlich - bei Unglücken kamen schon Dutzende Zuschauer ums Leben. Einige Fälle:

  • Mai 2015, Tortoreto (Italien): Zwei Maschinen einer Kunstflugstaffel kollidieren. Ein Pilot kommt ums Leben, ein zweiter kann im Meer notlanden.
  • Mai 2013, Madrid (Spanien): Bei einer akrobatischen Vorführung verliert der Pilot die Kontrolle, die historische Maschine prallt gegen ein Gebäude. Der Mann erliegt wenig später seinen Verletzungen.
  • September 2011, Reno (Nevada, USA): Ein historisches Jagdflugzeug stürzt in die Zuschauermenge. Bilanz: 11 Tote, 69 Schwerverletzte.
  • September 2010, bei Nürnberg (Bayern): Ein 70 Jahre alter Doppeldecker rast beim Start in die Zuschauer. Eine Frau stirbt, 38 Menschen werden verletzt.
  • April 2008, Eisenach (Thüringen): Zwei Zuschauer sterben, als ein altes Propellerflugzeug beim Start in einen Zuckerwatte-Stand am Rande der Rollbahn rast. 15 Verletzte.
  • Juli 2002, Lwiw (Ukraine): Ein Kampfflugzeug stürzt nach einem Tiefflug-Manöver auf das Flugfeld und explodiert. Bilanz: 85 Tote, darunter 23 Kinder.
  • Juli 1997, Ostende (Belgien): Ein Doppeldecker stürzt bei einem Looping ab und fängt Feuer. Es gibt 9 Tote und 57 Verletzte.
  • August 1988, Ramstein (Rheinland-Pfalz): 70 Menschen sterben, als drei Jets einer italienischen Kunstflugstaffel zusammenprallen und in die Zuschauer stürzen. Mehr als 350 Menschen werden verletzt.

dpa

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