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Klinik erklärt Frau aus Versehen für tot

Fataler Tippfehler Klinik erklärt Frau aus Versehen für tot

Ein Mitarbeiter hatte in einem Formular die falsche Abrechnungsnummer eingetragen: Eine Frau ist von einer Klinik aus Versehen für tot erklärt worden. Sie selbst erfuhr erst später davon – als ihre Krankenversicherung ihre Angehörigen informierte.

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Eine Patientin ist aus Versehen von einer Klink in Halle/Westfalen für tot erklärt werden. "Ich war mit den Nerven am Ende", erzählt die Frau.

Quelle: Britta Pedersen/dpa (Symbolbild)

Halle/Westfalen. Für die Frau war es ein Schock, als sie von ihrem angeblichen Tod erfuhr. "Ich war mit den Nerven am Ende", erzählte die Seniorin der Zeitung "Haller Kreisblatt". Ihre Krankenversicherung hatte mitgeteilt, dass sie kein Krankenhaustagegeld auszahle – weil die Versicherung mit dem Tod der Versicherungsnehmerin erloschen sei. Deshalb wandte sich die Krankenversicherung auch nicht an die Frau selbst, sondern an deren nächsten Angehörigen und Erben. Von ihnen erfuhr schließlich die Frau aus Borgholzhausen in NRW, dass sie angeblich gestorben war.

Klinik trug falsche Abrechnungsnummer ein

Mit zittrigen Händen habe sie deshalb die Krankenversicherung angerufen, berichtete sie dem "Haller Kreisblatt". Von einer Sachbearbeiterin habe sie erfahren, dass eine Klinik aus Halle in Westfalen den Tod der Frau gemeldet habe – dort war sie Ende Mai in Behandlung gewesen. In dem Schreiben an die Krankenkasse hatte das Sekretariat der Klinik versehentlich die Abrechnungsnummer für plötzlichen Herztod statt der korrekten Diagnose angegeben, wie ein Sprecher des Klinikums am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.

Der bedauerliche Fehler sei in großer Hektik geschehen, erklärte der Kliniksprecher. "Wir werden uns in aller Form bei der Patientin entschuldigen." Die Frau hat dafür allerdings kein Verständnis. So etwas dürfe nicht passieren, sagte sie dem "Haller Kreisblatt". Wenn jemand eine Diagnose in ein Formular eintrage, müsse doch jemand anderes die Angaben noch einmal überprüfen, meint sie. Aber ein solches Vier-Augen-Prinzip gebe es bisher nicht, sagte der Sprecher des Klinikums dem "Haller Kreisblatt".

Die Frau feierte übrigens vor einigen Tagen ihren 79. Geburtstag. Mehrere Wochen, nachdem sie irrtümlich für tot erklärt worden war.

RND/wer

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