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Reker gibt Eltern Mitschuld an Randale

Misslungene Abi-Streiche in Köln Reker gibt Eltern Mitschuld an Randale

Nachdem Abiturienten in Köln randaliert haben, kritisiert Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Eltern der Schüler und empfiehlt den Jugendlichen ein soziales Jahr – damit "diese randalierenden Schüler" das wahre Leben kennenlernen.

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Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker gibt den Eltern eine Mitschuld an der Abi-Randale: "Zuwendung, das möchte ich betonen, besteht auch im Aufstellen von Regeln seitens der Eltern."

Quelle: Oliver Berg/dpa

Köln. In Köln musste die Polizei in der vergangenen Woche mehrmals wegen randalierender Abiturienten einschreiten: Am Wochenende lösten Beamte ein illegales Treffen von Schülern auf, einige Jugendliche griffen daraufhin die Polizisten an. In der Nacht zu Montag bewarfen Abiturienten Gebäude mit Eiern und Toilettenpapier. Einen Tag später gingen 200 Schüler aufeinander los. Mehrere Jugendliche wurden verletzt. Außerdem drohten Schüler in einem Video auf Youtube mit Pistole und Messer.

Reker: "Ein soziales Jahr wäre angebracht"

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach von einem unreifen Verhalten. "Es handelt sich hier um Wohlstandsverwahrlosung", sagte sie dem "Kölner Express". Als Konsequenz reiche nicht aus, dass die Schüler noch länger auf dem Gymnasium blieben – das hatte ein Kölner Politiker gefordert.

"Ein Jahr Nachsitzen halte ich für verfehlt, denn der bisherige Schulbesuch hat ja offensichtlich nicht zur sittlichen Reife dieser Schüler beigetragen", sagte die parteilose Reker. "Ich hielte es für besser, wenn diese randalierenden Schüler mal das wahre Leben kennenlernen – ein soziales Jahr wäre da wohl angebracht!"

Politikerin kritisiert Eltern

Die Oberbürgermeisterin machte auch die Eltern für die Randale in Köln verantwortlich. "Ich kann mir diese Randale nur so erklären, dass die betreffenden Schüler zu Hause nicht oder nicht immer die nötige Zuwendung erfahren“, sagte Reker dem "Kölner Express". "Und Zuwendung, das möchte ich betonen, besteht auch im Aufstellen von Regeln seitens der Eltern. Meiner Meinung nach liegt auch da ein Problem."

wer/dpa

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