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500 Polizisten sichern ein Haus

Großeinsatz in Berlin 500 Polizisten sichern ein Haus

In Berlin wird ein Polizist beim Knöllchenschreiben angegriffen und verletzt. Nachdem die "linksextremistischen Tatverdächtigen" in ein Haus flüchten, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an: 500 Beamten an, darunter das SEK, durchsuchen das Haus. Festnahmen gibt es aber nicht.

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Die Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain gilt als eine Hochburg der militanten linken Szene. Eine Attacke auf einen Polizisten bescherte Bewohnern des Hauses Nr. 94 nun einen Großeinsatz der Ordnungskräfte.

Quelle: dpa

Berlin. Ein tätlicher Angriff auf einen Streifenpolizisten hat zu einem Großeinsatz der Polizei in Berlin gesorgt - der ein politisches Nachspiel haben könnte. Polizeieinheiten hatten als Reaktion auf einen Angriff auf einen Streifenpolizisten ein der linksextremen Szene zugerechnetes Wohnhaus in Berlin-Friedrichshain durchsucht.

500 Beamte, darunter das Spezialeinsatzkommando (SEK) waren im Einsatz, um das Haus, in das die vier mutmaßlichen Täter geflüchtet waren, zu durchsuchen. Dabei fanden sie eine große Menge an Steinen, Eisenstangen sowie Krähenfüßen.

Die Personalien mehrerer Personen wurden überprüft. Festgenommen wurde jedoch niemand.

Abgeordnete nennen Einsatz "unverhältnismäßig"

Die Grünen und die Partei "Die Linke" kritisierten den Großeinsatz. Die Abgeordneten Canan Bayram (Grüne) und Hakan Tas (Linke) nannten den Einsatz unverhältnismäßig. Innensenator Frank Henkel (CDU) verteidigte am Donnerstag die Durchsuchung eines Hauses in der Rigaer Straße. Henkel sagte: "Ich dulde keine Rückzugsräume für Gewalttäter." Deshalb unterstütze er den Einsatz zu einhundert Prozent. Auch in den vergangenen Jahren habe es "immer wieder Übergriffe auf Vollzugsbeamte gegeben".

Die Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain gilt als eine Hochburg der militanten linken Szene. Eine Attacke auf einen Polizisten bescherte Bewohnern des Hauses Nr. 94 nun einen Großeinsatz der Ordnungskräfte.

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Ein Hintergrund des polizeilichen Großeinsatz sind vorherige Angriffe im gleichen Stadtteil: In der Gegend um das Haus in der Rigaer Straße kommt es immer wieder zu Angriffen auf Polizisten. Die Gegend gilt als eine der letzten Hochburgen der militanten linken Szene in Berlin.

Immer wieder werden in der Gegend Streifenwagen und Polizisten mit Steinwürfen von den Dächern angegriffen. Hauswände in der Umgebung werden beschmiert und Autos angezündet.

Polizist wurde verletzt

Nach Darstellung der Polizei hatte der Kontaktbereichsbeamte gegen Mittwochmittag einen Strafzettel wegen Falschparkens ausstellen wollen, als sich ihm ein maskierter Mann näherte. Der 52-Jährige habe den Ausweis des Maskierten sehen wollen, doch in diesem Moment seien zwei weitere Männer und eine Frau auf ihn losgestürmt.

Der Beamte sei zu Boden gestürzt, geschlagen, getreten und verletzt worden. Die Angreifer flüchteten dann in das später durchsuchte Haus.

zys/dpa

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