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Geschmacklose Debatte nach Freibad-Sprung

Unglück in Kulmbach Geschmacklose Debatte nach Freibad-Sprung

Das tragische Unglück in Kulmbach, bei dem zwei Männer in ein leeres Becken im Freibad sprangen und dabei ums Leben kamen, löst heftige Diskussionen im Netz aus. Beschämend ist, wie einige Kommentatoren sich regelrecht lustig über die Toten machen.

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Die Männer sollen vom Sprungturm in ein leeres Becken gesprungen sein.

Quelle: Nicolas Armer

Kulmbach. Der schreckliche Unfall, der sich in der Nacht zu Sonntag ereignete, bewegt die Menschen in Deutschland. In Kulmbach (Oberfranken) waren zwei Männer (20,24) in einem Freibad auf tragische Weise ums Leben gekommen: Sie waren auf einen der Sprungtürme geklettert und dann in die Tiefe gesprungen. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei ist von einem "tragischen Unglück" auszugehen. Offenbar hatten die jungen Männer übersehen, dass das Becken nicht mit Wasser gefüllt war.

Leider gibt es nicht nur Empathie und Beileidsbekundungen. Zahlreiche geschmacklose und deplatzierte Kommentare sind auf den Internetseiten großer Medienunternehmen nachzulesen.

So zum Beispiel auf der Facebookseite der "Mopo 24 Dresden":

Allerdings machten auch viele User ihrem Ärger dagegen Luft:

Auf der Homepage der "Welt" entbrannte sogar eine hanebüchene Debatte über eine mögliche Gewalttat:

Am Montagmittag schloss die "Welt" ihre Kommentarfunktion zu dem Thema.

Viele erinnerten sich auch an das tragische Unglück, bei dem im Januar drei Männer nachts die Bobbahn in Winterberg mit Kinderschlitten heruntergefahren sind. Ein Mann starb, zwei wurden schwer verletzt, als sie im Zieleinlauf gegen einen dort abgestellten Traktor prallten.

In Kulmbach in Oberfranken hatten Spaziergänger einen der Verunglückten am Sonntagmorgen in dem Sprungbecken entdeckt, wie die Polizei in Bayreuth mitteilte. Rettungskräfte fanden wenig später den zweiten Verunglückten in dem leeren Becken, das seit Beginn der Freibadsaison gesperrt ist. Ein Notarzt konnte den 20 und 24 Jahre alten Männern nicht mehr helfen.

Nach ersten Erkenntnissen waren die aus Bayreuth und dem Landkreis Kulmbach stammenden Männer in der Nacht zum Sonntag auf einen der Sprungtürme geklettert und dann in die Tiefe gesprungen. Die Hintergründe des tragischen Geschehens waren zunächst unklar, die Staatsanwaltschaft Bayreuth ordnete eine Obduktion der Leichen an. Die Bergung der beiden Toten übernahmen Spezialisten der Bergwacht.

so/afp

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