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Gina-Lisa Lohfink beerdigt ihre Privatsphäre

Kunst-Perfomance in Wiesbaden Gina-Lisa Lohfink beerdigt ihre Privatsphäre

Gina-Lisa Lohfink steht oft in der Öffentlichkeit, nicht immer freiwillig. Deshalb beerdigte das ehemalige GNTM-Model am Montag demonstrativ ihre Privatsphäre – mit einem Trauergottesdienst.

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Gina-Lisa Lohfink hält eine Trauerrede – es ist eine inszenierte Beerdigung für ihre Privatsphäre.

Quelle: Andreas Arnold/dpa

Wiesbaden. "Du warst nicht immer da, aber das war okay", sagte Gina-Lisa Lohfink am Montag in der der St. Augustine's Church in Wiesbaden. "Die letzten Monate, liebe Privatsphäre, habe ich dich vermisst." Sie habe sich nach den Tagen gesehnt, an denen sie von niemandem erkannt worden sei.

Mit Sonnenbrille und schwarzem Hut lief die 29-Jährige nach dem Trauergottesdienst hinter einem Sarg zur "Beisetzung" am Wiesbadener Staatstheater. Lohfink stammt aus dem hessischen Seligenstadt.

Trauergottesdienst für die Privatsphäre

Die "Beerdigung der Privatsphäre" war eine Kunst-Performance. Seit dem Beginn der "Wiesbaden Biennale" am 25. August inszeniert der Niederländer Dries Verhoven jeden Tag eine Beerdigung. Unter anderem wurden schon die "multikulturelle Gesellschaft" und das "deutsche Schuldgefühl" zu Grabe getragen. Zum Gottesdienst für die Privatsphäre waren mehr als 100 Besucher in der Kirche.

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hatte Gina-Lisa Lohfink vor einer Woche zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Die 29-Jährige habe zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt und wissentlich gelogen. Das Model geht gegen das Urteil in Berufung.

Gina-Lisa Lohfink hatte 2008 an der Castingshow Germany's Next Topmodel (GNTM) teilgenommen. Später folgten Auftritte in Sendungen wie Big Brother, Das perfekte Promi-Dinner und Die Alm – Promischweiß und Edelweiß. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, wurde Gina-Lisa Lohfink für die Dschungelcamp-Staffel 2017 engagiert.

dpa/RND/wer

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