Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Eklat um fehlende Israel-Vorwahl in Hotel
Nachrichten Panorama Eklat um fehlende Israel-Vorwahl in Hotel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 11.08.2016
Das Hotel Kempinski am Kurfürstendamm in Berlin Charlottenburg (Archivbild): Das Fehlen der israelischen Vorwahl auf einer Telefonliste des Hotels Kempinski hat einen Eklat ausgelöst. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Anzeige
Berlin

Der französische Filmemacher Claude Lanzmann hat sich über eine fehlende Israel-Vorwahl auf der Telefonliste eines Berliner Hotels empört. Der jüdische Dokumentarfilmregisseur warf dem Nobelhotel Kempinski in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor, die Nummer auf Betreiben arabischer Gäste absichtlich gelöscht zu haben. Dass Israel in der deutschen Hauptstadt so "ausradiert" worden sei, habe ihn geschockt, sagte der 90-jährige Regisseur. Lanzmann ist unter anderem durch den Dokumentarfilm "Shoah" bekannt geworden.

Lanzmann: "Es war grauenhaft"

Das Hotel wies die Vorwürfe zurück. "Dies würde auch unseren Grundsätzen von Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber allen Menschen widersprechen", erklärte eine Sprecherin. Die Liste sei keine vollständige Auflistung aller 193 Ländervorwahlen weltweit, sondern eine Auswahl. Es gebe keinen dezidierten Grund, Israel nicht zu nennen. Inzwischen sei die Vorwahl ergänzt worden. "Sollten wir mit dem Fehlen der israelischen Vorwahl die Gefühle von Herrn Lanzmann verletzt haben, so bitten wir aufrichtig dies zu entschuldigen", erklärte das Hotel.

Der 90-jährige Lanzmann beschrieb in seinem "FAZ"-Beitrag, wie ein Hotelmitarbeiter ihm sagte, die Nummer sei nach Beschwerden arabischer Gäste bewusst gestrichen worden. "Es war grauenhaft. Alles um mich herum schien wieder möglich zu werden. Nicht nur die Auferstehung des Nationalsozialismus. Auch alle seine zeitgenössischen Ausformungen, zu denen die Terroranschläge mit massenhaft Opfern genauso wie die Messerstechereien aus der Nähe gehören", berichtete der Regisseur, der mit der Dokumentation "Shoah" über den NS-Völkermord an den Juden Mitte der 80er Jahre Filmgeschichte schrieb.

dpa/RND

Bisher gab es im kleinen Kesten immer nur Weinköniginnen. Aber der Ort an der Mosel fand in diesem Jahr keine Frau, die das Amt übernehmen will. Deshalb macht es jetzt ein Mann: der Jurastudent Sven Finke.

11.08.2016
Panorama Bodenfrost im August - Der Sommer spielt verrückt

Der Sommer 2016 bleibt "speziell": Gleich in mehreren Regionen in Deutschland wurden in der Nacht Bodenfrost gemessen. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Temperaturen rund 15 Grad tiefer. Am Wochenende soll sich das deutlich ändern – es gibt aber Einschränkungen.

11.08.2016
Panorama Flüchtiger Rocker gesucht - Razzia bei den Hells Angels

Polizeibeamte haben in Hessen die Wohnungen von sechs verdächtigen Rockern durchsucht. Die Razzia stand in Zusammenhang mit einem flüchtigen Mitglied der Hells Angels, das auf zwei Männer geschossen und sie lebensgefährlich verletzt hatte.

11.08.2016
Anzeige