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Latte Macchiato verwirrt die Amerikaner

Ärger für Starbucks Latte Macchiato verwirrt die Amerikaner

Die Europäer lieben den Latte Macchiato. Die Amerikaner dagegen wissen nichts mit dem Modegetränk anzufangen. Ausgerechnet Starbucks – die Kette die in den USA das Kaffeetrinken revolutioniert hat – kann den Latte im heimischen Markt nur schwer an den Mann bringen.

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Ist das nicht einfach Latte? Starbucks hat den Latte Macchiato in den USA eingeführt, aber die Amerikaner verstehen nicht, was das neue Getränk soll.

Quelle: Sebastian Widmann/dpa

Hannover. Nur wenige Getränke symbolisieren ein bestimmtes Lebensgefühl so sehr wie der Latte Macchiato. Ein Espresso wird dabei so in ein Glas mit Milch und Milchschaum gegossen, dass ein Getränk aus zwei weißen und einer braunen Schicht entsteht. Wahre Baristakunst, die weniger im Herkunftsland Italien als vielmehr im Rest Europas die Herzen der Kaffeetrinker erobert hat – mit weitreichenden Auswirkungen.

Wie Milchkaffee?

Der Latte Macchiato stand einmal für den modernen Großstädter. Angesagte Bezirke heißen im Volksmund heute noch "Latte-Macchiato-Kiez". Und Bestandteil eben jener Kieze sind fast zwangsläufig Filialen der US-Kaffeehauskette Starbucks. Eines allerdings fehlte bislang ausgerechnet im Sortiment von Starbucks: der Macchiato.

Ein Manko, das der amerikanische Konzern in dieser Woche beheben wollte. Mit großem Werbeaufwand führte Starbucks in seinen Filialen in den USA und Kanada den Latte Macchiato ein – in erster Linie offenbar, um dem neuen "Hot Macchiato" seines Mitbewerbers Dunkin‘ Donuts etwas entgegenzusetzen. "Er ist kräftig, er ist geröstet, er ist ein neuer Favorit", heißt es auf Plakaten in den Starbucks-Filialen. Allein: Niemand scheint zu verstehen, was an dem Getränk anders ist als am normalen Milchkaffee.

Aufklärungskampagne gestartet

Im Kurznachrichtendienst Twitter sorgte die Kaffeehauskette, die in den USA mehr als 13.000 Filialen betreibt, umgehend für Spott. "Ich verstehe nicht, was das für ein Getränk ist", twitterte etwa ein Nutzer. Ein anderer schrieb: "Der Latte Macchiato bedeutet wohl nur, dass Starbucks jetzt einen vernünftigen Caffé Latte macht." Selbst das Magazin "Time" sowie der Fernsehsender "Fox News" griffen das Thema auf und erklärten, was der Unterschied zwischen Cappuccino und Caffé Latte (Milch mit einem Schuss Espresso) sowie dem Latte Macchiato (Milchschaum, Espresso, Milch) sein soll.

Starbucks selbst veranschaulicht seinen Gästen den Unterschied nun mit einer Grafik, die die Zusammensetzung der einzelnen Getränke zeigt. Diese Aufklärungsarbeit scheint vor allem aus einem Grund wichtig: Die meisten Starbucks-Kunden kaufen ihr Getränk zum Mitnehmen im Pappbecher – niemand sieht, was er in der Hand hält.

Von Michael Pohl

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