Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Lehrer setzt Schüler unter Strom – Geldstrafe
Nachrichten Panorama Lehrer setzt Schüler unter Strom – Geldstrafe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:41 06.08.2015
Das Amtsgericht Kronach in Bayern hat einen Berufsschullehrer zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er einen Schüler unter Strom gesetzt hatte. Quelle: Uli Deck/dpa/Symbolbild
Anzeige
Kronach

Vor dem Amtsgericht Kronach rechtfertigte der Berufsschullehrer sein Handeln damit, dass die Schüler lernen sollten, was Strom bedeutet. Deshalb hätten die Jugendlichen, die Auszubildende in elektro-technischen Berufen gewesen seien, die Stromkabel in die Hand nehmen sollen. Das habe er 15 Jahre lang so gemacht und es sei immer gut gegangen, erklärte der 62-Jährige in dem Prozess, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag berichtete. Er bestätigte damit Meldungen der "Süddeutschen Zeitung" und der "Bild".

Nur im Oktober 2013 ging es nicht gut: Ein Schüler trug an seinen Händen mehrere Brandblasen davon. Deswegen wurde gegen den Lehrer ermittelt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm anschließend vor, seine Schüler als Testpersonen missbraucht zu haben. Der 62-Jährige habe dagegen beteuert, dass er im Oktober 2013 den Strom nur aus Versehen hoch- anstatt heruntergedreht habe, sagte der Sprecher des Amtsgerichts.

Außerdem Volksverhetzung

Der Lehrer wurde deshalb wegen fahrlässiger Körperverletzung im Amt verurteilt – und außerdem noch wegen Volksverhetzung. Denn im Verfahren war herausgekommen, dass der Lehrer einen blonden Schüler als Arier bezeichnet und einem anderen gesagt hatte, dass er wegen seiner tschechischen Abstammung zu einer "minderwertigen Rasse" gehöre.

Das Amtsgericht Kronach verhängte deshalb eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 83 Euro, also insgesamt 12.450 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert, die Verteidigung eine niedrigere Geldstrafe, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

wer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehr als eine Woche nach dem Fund einer Flügelklappe des verschollenen Flugs MH370 sind nach malaysischen Regierungsangaben weitere Wrackteile auf der französischen Insel La Réunion entdeckt worden.

06.08.2015

Es ist warm, sehr warm. Da geht Deutschland gern baden. Aber wen man dabei so treffen kann! Die Schwimmsenioren, die Poser, die Spanner, die Prolos. Wir zeigen eine Übersicht der typischen Strand- und Freibadbesucher.

06.08.2015
Panorama Boot mit Flüchtlingen gekentert - Schiffsunglück: Hunderte Tote befürchtet

Es könnte eines der schlimmsten Flüchtlingsunglücke im Mittelmeer sein: Ein Boot mit Hunderten Migranten ist vor der Küste Libyens gekentert. Etwa 400 Menschen brachten die Einsatzkräfte in Sicherheit. Viele Flüchtlinge werden noch vermisst.

06.08.2015
Anzeige