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Panorama Leichenschiffe vor Japan entdeckt
Nachrichten Panorama Leichenschiffe vor Japan entdeckt
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13:33 03.12.2015
Immer wieder treiben marode Schiffe mit teils stark verwesten Leichen an Bord an Japans Küste an. Dieses Schiff wurde am 2. Dezember 2015 an der Küste Sado fotografiert. Quelle: dpa
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Tokio

In Japan sorgen mysteriöse Schiffsleichen vor der Küste des Inselreiches für Rätselraten. Allein seit Anfang Oktober habe man an Bord von 13 Geisterschiffen 21 verwesende Leichen entdeckt, teilte ein Sprecher der japanischen Küstenwache am Donnerstag auf Anfrage mit. Zum Zustand der Leichen sagte er, sie seien im Fortgeschrittenen Stadium verwest, "teilweise bereits skelettiert". Zwei der Leichen seien ohne Köpfe gefunden worden. Ein anderes Boot habe hingegen sechs Schädel an Bord gehabt.

"An fast allen Schiffen gibt es Hinweise, die vermuten lassen, dass sie von der koreanischen Halbinsel stammen." Auch japanische Medien berichten, dass es sich vermutlich um Nordkoreaner handelt. Ein Vertreter der japanischen Küstenwache hatte dem US-Nachrichtensender CNN gegeüber bestätigt, das auf einem der Schiffe der Schriftzug "Korean People's Army" gestanden habe - der Name der nordkoreanischen Streitkräfte. Im japanischen Fernsehsender "NHK" wurde zudem davon berichtet, dass an Bord einiger Boote Soldaten der "Einheit 325" der nordkoreanischen Armee gewesen seien.

Möglicherweise Fischer aus Nordkorea

Experten sagten in den Medien, es könnte sich um Fischer aus dem verarmten Nordkorea handeln, das seine Fischereiindustrie auszubauen sucht, um die Nahrungssicherheit zu verbessern. Demnach wurden etliche Fischerboote verloren, weil sie nicht mit moderner Technik wie dem Satellitennavigationssystem GPS ausgestattet waren.

Die baufälligen Schiffe befanden sich alle auf dem japanischen Meer. Es sei aber an sich nichts Neues; immer wieder trieben solche Schiffe mit Leichen vor der Küste Japans, sagte der Sprecher der Küstenwache. "So etwas gab es schon immer" - allerdings nicht so geballt wie in den vergangenen zwei Monaten. Meist finden Fischer sie.

dpa/afp/caro

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