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Mann offenbar 34 Jahre zu Unrecht in Haft

Zweifel an Schuld nach DNA-Test Mann offenbar 34 Jahre zu Unrecht in Haft

Angeblich hatte er 1976 ein Mädchen vergewaltigt und umgebracht. Lewis Fogle verbrachte deshalb sein halbes Leben im Gefängnis. Wahrscheinlich zu Unrecht: Nach einem DNA-Test ließ ein Gericht Lewis Fogle jetzt frei.

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In den USA saß ein Mann mehr als 34 Jahre im Gefängnis – dann ließ ihn ein Gericht frei, weil er laut eines DNA-Tests nicht der Täter sein kann.

Quelle: Felix Kästle/dpa/Symbolbild

Pittsburgh/Hannover. Der DNA-Test habe ergeben, dass nicht Fogle (63) der Täter sein könne, berichtete das Innocent Project in Pittsburgh. Stattdessen deute Sperma im Haar des Opfers auf einen "nicht identifizierten Mann" als Täter hin. Das Innocent Project setzt sich für mutßmaßlich unschuldige Häftlinge in Gefängnissen der Vereinigten Staaten ein.

Nach Angaben der Gruppe hatte Fogle immer seine Unschuld beteuert. Seine Eltern und sein Bruder hätten seine Aussagen auch bestätigt, wonach er am fraglichen Tag zuerst bei ihnen, anschließend bei einem Freund und schließlich in einer Bar gewesen sei. Trotzdem habe ihn ein Gericht 1982 für ein Verbrechen im Jahr 1976 verurteilt: Damals war ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt und umgebracht worden.

Nach Angaben des Innocent Project hatte die Organisation in den vergangenen Monaten sich dafür eingesetzt, dass das Haar des Mädchens untersucht wurde. "Die DNA hat bewiesen, dass Fogle nichts mit diesem schrecklichen Verbrechen zu tun hatte." Ein Gericht habe den 63-Jährigen daraufhin freigelassen. Insgesamt habe er mehr als 34 Jahre im Gefängnis gesessen, so das Innocent Project.

Damit ist der Fall noch nicht beendet: Bis Mitte September werde Staatsanwalt Patrick Dougherty entscheiden, ob er erneut gegen Fogle ANklage erhebe, teilte das Innocent Project weiter mit. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters seien damals, 1981, noch drei weitere Männer verdächtigt worden. Die Ermittlungen gegen sie seien aber eingestellt worden.

Frogle dagegen freute sich über seine Freiheit. Er wolle zuerst einmal ein Steak essen, habe er gesagt, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen worden sei, berichtete eine Reporterin. Die britische Zeitung Daily Mail veröffentlichte ein Video, in dem Fogle nach 34 Jahren in Haft spricht.

wer

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