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Bettina Wulff: "Wir nehmen uns bewusst Zeit"

Liebescomeback in Großburgwedel Bettina Wulff: "Wir nehmen uns bewusst Zeit"

Zwei Jahre waren Bettina und Christian Wulff getrennt, die Scheidung war bereits eingericht, dann die große Überraschung: Im Mai 2015 folgte das Liebescomeback des früheren Bundespräsidentenpaares. Jetzt gewährt Bettina Wulff Einblicke in das Familienleben in Großburgwedel.

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Bettina und Christian Wulff in ihrem Haus in Großburgwedel – noch vor der Trennung.

Quelle: Archiv/Decker

Großburgwedel. Schon bei der Verkündung des Liebescomebacks im Mai war sich Drogerieunternehmer Dirk Rossmann, ein Freund der Wulffs, sicher: „Die beiden werden jetzt sicherlich mehr Zeit füreinander finden. Politiker stehen oft unter gewaltigem Druck und nicht immer unter einem guten Stern“.

Bettina und Christian Wulff waren das erste Paar der Republik – bis zur Affäre um Hauskredit und der Anklage wegen Bestechlichkeit. Eine Ehe in Bildern:

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Dirk Rossmann sollte Recht behalten: Das frühere Bundespräsidentenpaar Bettina (41) und Christian Wulff (55) will sich wieder bewusst aufeinander konzentrieren. Der Fokus habe sich inzwischen geändert, an erster Stelle stehe die Familie, sagte Bettina Wulff der Zeitschrift „Bunte“. „Wir nehmen uns bewusst Zeit für gemeinsame Stunden als Familie und zu zweit.“ Das frühere Bundespräsidentenpaar lebt in Niedersachsen unter einem Dach. „Mein Mann und ich wohnen mit den Kindern wieder gemeinsam in einem Haus in Großburgwedel“.

Christian und sie würden sich gegenseitig unterstützen, wo sie könnten. Es sei aber für beide wichtig, dass jeder seinen eigenen Bereich habe. Im Mai hatten ihre Anwälte erklärt, dass die beiden nach gut zweijähriger Trennung wieder ein Paar sind.

Vom Rücktritt zur Trennung: Der Fall Wulff

Ein günstiger Privatkredit für sein Haus in Niedersachsen war der Anfang einer Affäre, die Ex-Bundespräsident Christian Wulff im Februar 2012 zum Rücktritt zwang. Am Ende stürzte er über kostenlose Urlaube und seine Beziehungen zu reichen Unternehmern. Knapp ein Jahr danach steht Wulff nun auch vor den Trümmern seiner Ehe.

16. Februar 2012: Die Staatsanwaltschaft beantragt, die Immunität Wulffs aufzuheben. Am Folgetag erklärt der Präsident seinen Rücktritt. Die Ermittlungen beginnen.
  2. März: Beamte des niedersächsischen Landeskriminalamts und ein Staatsanwalt durchsuchen das Wohnhaus der Wulffs in Großburgwedel.
  8. März: Wulff wird mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet. Viele Prominente bleiben der Zeremonie fern.
  22. Juli: Neue Vorwürfe werden bekannt: Wulff soll sich als Ministerpräsident dafür eingesetzt haben, der Versicherungswirtschaft Vorteile zu verschaffen. 2008 verbrachten die Wulffs ihre Flitterwochen im Haus eines Versicherungsmanagers in Italien.
  8. September: Bettina Wulff geht gegen die Verbreitung von Gerüchten und Denunziationen vor. Die „Süddeutsche Zeitung" berichtet, Wulff habe eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, alle Behauptungen über ihr angebliches Vorleben als Prostituierte oder Escort-Dame seien falsch.
  10. September: Das ursprünglich erst für November angekündigte Buch der früheren First Lady, „Jenseits des Protokolls", ist bereits in vielen Buchhandlungen erhältlich. Darin setzt sie sich nun auch publizistisch gegen die Gerüchte zur Wehr.
  11. September: In mehreren Interviews erhebt Wulff Vorwürfe auch gegen ihren Mann. Sie beklagt unter anderem, an seiner Seite habe sie eigene Bedürfnisse unterdrücken müssen. Um die ganze Situation zu verarbeiten, habe sich das Paar therapeutische Hilfe gesucht.
  15. September: Nach heftiger öffentlicher Kritik an ihrem Buch und ihren Interviews sagt Bettina Wulff mehrere geplante Auftritte in Fernseh-Talkshows ab. Das bestätigen die betroffenen Sender.
  9. Oktober: Die Flitterwochen der Wulffs im Haus eines Versicherungsmanagers rechtfertigen keine Ermittlungen wegen Vorteilsannahme, teilt die Staatsanwaltschaft Hannover mit.
  14. November: Die Staatsanwaltschaft kann nach eigenen Angaben noch nicht absehen, wie lange die Ermittlungen gegen Christian Wulff noch dauern werden.
 Die Wulffs haben sich „einvernehmlich räumlich" getrennt, wie der Anwalt der Eheleute bestätigt.

dpa/are

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