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Messi wegen Steuerbetrugs verurteilt

Gerichtsurteil in Spanien Messi wegen Steuerbetrugs verurteilt

Der argentinische Fußballstar Lionel Messi ist von der spanischen Justiz wegen Steuerhinterziehung zu 21 Monaten Haft verurteilt worden – muss aber aller Voraussicht nach nicht ins Gefängnis.

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Der argentinische Fußballstar Lionel Messi ist wegen Steuerhinterziehung zu 21 Monaten Haft verurteilt worden (Archivbild).

Quelle: EPA/ALBERTO ESTEVEZ

Barcelona. Wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 4,1 Millionen Euro ist der argentinische Weltfußballer Lionel Messi in Spanien zu 21 Monaten Haft verurteilt worden. Das entschied am Mittwoch das Landgericht in Barcelona, wie spanische Medien unter Berufung auf Justizkreise berichteten. In dem Steuerstrafprozess wurde auch der mitangeklagte Vater und Manager des 29 Jahre alten Profis des FC Barcelona, Jorge Messi, zu 21 Monaten verurteilt.

Die beiden Verurteilten müssen allerdings höchstwahrscheinlich nicht hinter Gitter, da Haftstrafen unter zwei Jahren in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten normalerweise zur Bewährung ausgesetzt werden. Reaktionen der Betroffenen sowie des FC Barcelona gab es vorerst nicht. Im Oktober 2015 war Anklage gegen Messi erhoben worden.

Messi: "Ich habe meinem Vater vertraut"

Zwischen 2007 und 2009 soll Messi mit Hilfe von Vater Jorge und Beratern das spanische Finanzamt um 4,1 Millionen Euro betrogen haben. Es geht um Einnahmen aus Bildrechten. Bei seiner Aussage vor Gericht am 2. Juni hatte Messi versichert, "von nichts eine Ahnung" gehabt zu haben. "Ich habe meinem Vater vertraut", beteuerte er.

Die Staatsanwaltschaft hatte dafür plädiert, das Verfahren gegen den Fußballer einzustellen, weil dieser sich nicht um finanzielle Dinge gekümmert habe. Entgegen der Forderung der Staatsanwaltschaft hatten die Anwälte des Finanzamts aber nicht nur für den Vater, sondern auch für den Fußballer 22 Monate Haft gefordert.

Rücktritt aus der Nationalmannschaft

Das Urteil des Landgerichts in Barcelona ist der zweite harte Schlag für Messi innerhalb von kurzer Zeit. Ende Juni hatte er mit der argentinischen Nationalmannschaft bei der Copa América in den USA die dritte Finalpleite in Serie hinnehmen müssen.

Bei der Niederlage gegen Chile im Elfmeterschießen verschoss dem Superstar in East Rutherford/New Jersey einen Elfmeter. Nach dem Spiel weinte Messi – der 2014 in Brasilien auch das WM-Finale gegen Deutschland verlor – auf dem Rasen hemmungslos. Danach erklärte er seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

dpa/RND

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