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"Muss einer immer alles allein entscheiden?"

GDL-Chef Weselsky zu Unglück in Bad Aibling "Muss einer immer alles allein entscheiden?"

Nach dem Zugunglück von Bad Aibling mit elf Todesopfern lehnt der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, Änderungen an den betreffenden Sicherheitsvorschriften der Bahn ab: "Das wäre der falsche Ansatz."

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Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, lehnt Änderungen an Sicherheitsvorschriften der Bahn ab.

Quelle: Lukas Schulze

Frankfurt/Main. "Wir brauchen Ersatzsignale, um beispielsweise bei Störungen den Bahnbetrieb aufrechterhalten zu können", sagte Weselsky dem Sender hr-iNFO laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

Es müsse auch untersucht werden, wie die Arbeitsbelastung des Fahrdienstleiters ausgesehen habe. "Muss einer allein bei hoher Arbeitsverdichtung immer alles allein entscheiden? Überstundenberge und hohe Belastung können zu Fehlern führen", wird Weselsky zitiert. Außerdem müssten die Bahn-Unternehmen ihre Lokführer besser trainieren, beispielsweise für Ausnahmesituationen wie das Fahren nach Ersatzsignal.

Nach dem Unglück von Dienstag vergangener Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen den Fahrdienstleiter. Der 39-Jährige soll einen verspäteten Zug auf die eingleisige Strecke geschickt haben, obwohl er dies nach Überzeugung der Ermittler nicht hätte tun dürfen.

dpa

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