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Loveparade-Tragödie geht endlich vor Gericht

Prozessauftakt am Dienstag Loveparade-Tragödie geht endlich vor Gericht

Fünf Jahre nach der Loveparade-Tragödie beginnt in Duisburg am Dienstag das erste Verfahren. Die Gründe der Tragödie und die Suche nach Schuldigen steht dabei aber außen vor.

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21 Menschen kamen bei der Loverparade 2010 ums Leben, weit mehr als 500 wurden verletzt.

Quelle: dpa/Archiv

Duisburg. Mehr als fünf Jahre nach der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg beginnt am Dienstag (11 Uhr) der erste Gerichtsprozess. Ein 53-jähriger Feuerwehrmann will in einem Zivilverfahren vor dem Landgericht Duisburg 90.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld vom Land und vom Veranstalter erstreiten. Nach den Worten seiner Anwältin Bärbel Schönhof erlitt er bei dem Einsatz am 24. Juli 2010 eine posttraumatische Belastungsstörung.

21 Menschen waren bei dem Technofestival im Gedränge ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt. Am Unglücksort erinnern heute 21 Holzkreuze und eine Gedenktafel an die Opfer.

Katastrophe bei Loveparade 2010: 21 Menschen kommen bei dem Technofestival im Gedränge ums Leben, mehr als 500 wurden verletzt.

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Der Anwalt des beklagten Landes NRW, Ingo Minoggio, hält die Forderungen an das Land für ungerechtfertigt. Es gebe keine Fehler von beteiligten Polizeibeamten, sagte er. Der Anwalt des Veranstalters wollte sich nicht äußern.

Offen ist bislang, ob und wann die strafrechtliche Aufarbeitung vor Gericht beginnen kann. Die Richter prüfen seit Februar 2014 die Zulassung der Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Beschuldigt sind insgesamt zehn Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters.

Acht weitere Zivilklagen stehen an

Neben dem Antrag des Feuerwehrmannes sind acht weitere Zivilklagen in Sachen Loveparade anhängig. Nach Angaben des Landgerichts handelt es sich überwiegend um Klagen von Besuchern, in einem Verfahren ist ein Ordner beteiligt.

Zwei von zehn Prozesskostenhilfeanträgen hatten die Richter vor kurzem abgelehnt, da es den Klagen keine Chancen einräumte: Das Land und die Stadt sowie der Inhaber der Firma - einer GmbH - seien aus rechtlichen Gründen nicht haftbar zu machen.

dpa

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