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Panorama Lust, mal die eigene Einäscherung zu erleben?
Nachrichten Panorama Lust, mal die eigene Einäscherung zu erleben?
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11:28 20.04.2016
Die Füße voraus - ab ins virtuelle Höllenfeuer und über den Tod nachdenken. Quelle: Screenshot
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Shanghai

Es klingt makaber und irgendwie ist es das auch, was da ein Chinese gerade als neue Attraktion in Shanghai ausgerufen hat. Seit Anfang April, genauer gesagt seit dem 4.4., können sich Interessierte in einem Einäscherungssimulator "dem entscheidenden Moment annähern", so Ding Rui, der Erfinder des virtuellen Krematoriums. Denn Abschiednehmen sei alles in allem eine komplizierte Angelegenheit.

Das Datum für die Simulatorpremiere wurde nicht zufällig gewählt. In China wird die Zahl vier mit dem Tod in Verbindung gebracht. Und genau mit dem sollen sich die Teilnehmer vor und nach der inszenierten Verbrennung intensiv in Kleingruppen befassen – letzte Worte und Wiedergeburt inklusive, denn nach der Verbrennung führt der Weg durch eine mit weißen Bällen gefüllte Latexgebärmutter wieder nach draußen in weißes Licht. Die Erweckung steht ebenso wie der Tod im Fokus des Projekts.

Erfahrung lenkt den Blick auf das Wesentliche

Besonders makaber: Zwei Stunden vor der virtuellen Verbrennung spielen die Teilnehmer ein Szenario durch, bei dem am Ende entschieden werden muss, ob das eigene Leben oder das eines anderen Teilnehmers geopfert werden soll. Für den Verlierer geht's schließlich ab ins Krematorium. 60 Euro kostet der "Spaß" über den die zumeist jungen Besucher sagen, dass sie nach dem Erlebnis ein anderer Mensch seien. "Die Erfahrung lenkt den Blick mal wieder auf die wesentlichen Dinge des Lebens", so das Fazit eines jungen Mannes nach dem Ritt im Todessimulator.

caro

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