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Mallorca will Stierkampf verbieten

Resolution vorgelegt Mallorca will Stierkampf verbieten

Auf der Ferieninsel Mallorca sollen Stierkämpfe verboten werden. Dies sieht ein Resolutionsentwurf vor, den die drei regierenden Linksparteien auf den Balearen vorgelegt haben. Tierschützer sprechen bereits von einem "historischen Moment".

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Der Stierkampf gilt für immer mehr Menschen in Spanien als abgestandenes Relikt vergangener Zeiten.

Quelle: dpa

Palma de Mallorca. Die Initiative „Mallorca ohne Blut“ freut sich schon: Stierkämpfe soll es auf der Urlaubsinsel vom kommenden Jahr an nicht mehr geben. Die drei regierenden Linksparteien auf den Balearen unternahmen am Mittwoch einen ersten Schritt, um das blutige Spektakel durch eine Änderung des Tierschutzgesetzes auf der Inselgruppe für illegal zu erklären.

Tierschützer feiern die Einleitung der Initiative als „historischen Moment“. Der Stierkampf hatte auf Mallorca in letzter Zeit stark an Bedeutung verloren. In diesem Jahr fanden auf der Ferieninsel nur drei „corridas“ statt.  „Die Tage des Stierkampfs auf Mallorca sind gezählt“, frohlockte der Zusammenschluss Mallorca Sense Sang (Mallorca ohne Blut).

Über 130.000 Unterschriften gesammelt

Die Organisation hatte über 130.000 Unterschriften für ein Stierkampfverbot gesammelt und erreicht, dass fast die Hälfte der 53 Inselgemeinden sich zu „stierkampffreien Zonen“ erklärte. Bei einem Verbot wären die Balearen nach den Kanaren und Katalonien die dritte spanische Region, in der die Kämpfe untersagt sind.

Die Fiesta steht auch in anderen Teilen Spaniens vor schweren Zeiten. Die Branche hat nicht allein die Tierschützer gegen sich. Sie muss sich auch mit linken Parteien und Politikern herumärgern, die bei den Regional- und Kommunalwahlen im Mai dieses Jahres Erfolge errungen haben – und die in den Stierkämpfen ein abgestandenes Relikt vergangener Zeiten sehen.

Zentralregierung schützt Stierkampf als Kulturgut

Jorge Campos vom Stierkampf-Komitee der Balearen hält den Gegnern vor, „aus rein politischen Motiven“ die Fiesta zu bekämpfen. Unter ihnen seien viele Separatisten, die den Stierkampf als ein Symbol Spaniens betrachteten, sagte er der Zeitung „La Gaceta“. „Die Kampfstiere haben ein gutes Leben wie kaum ein anderes Tier und sterben einen würdigen Tod. Die Gegner sollten lieber gegen Hühnerfarmen protestieren.“

Allerdings gibt es für die Stierkämpfer auch Lichtblicke. Die konservative spanische Zentralregierung erklärte die Fiesta Ende 2013 zu einem Kulturgut, das geschützt werden müsse.

dpa

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