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"Malm"-Kommode erschlägt Kinder – Ikea reagiert

Kostenloses Set für Wandbefestigungen "Malm"-Kommode erschlägt Kinder – Ikea reagiert

Nach dem Tod zweier Kleinkinder durch umkippende Schränke bietet der schwedische Möbelriese Ikea in den USA kostenlos ein Set zum Befestigen der Möbelstücke an der Wand an. Darüber informierte die US-Behörde für Produktsicherheit.

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Eine deutsche Ikea-Filiale in Fürth (Mittelfranken).

Quelle: David Ebener

Washington. Die Zusatz-Montageteile seien vor allem für Kommoden der Serie "Malm" mit einer Höhe zwischen 62 und 73 Zentimeter gedacht. Die Möbelstücke stellten ein Risiko dar, wenn sie nicht an der Wand befestigt seien. Ikea reagierte damit laut der US-Behörde auf Berichte, wonach zwei etwa 24 Monate alte Kinder im Jahr 2014 starben, nachdem sie unter umkippenden "Malm"-Kommoden begraben wurden.

Die Möbelstücke waren nicht an der Wand befestigt. Der US-Behörde zufolge hat Ikea Kenntnis über 14 Unfälle dieser Art – mit vier Verletzten. Das Set zur Montage an der Wand biete Ikea für etwa 27 Millionen Kommoden und Schränke an. Sicherheit stehe für Ikea "an erster Stelle", erklärte eine Sprecherin von Ikea Deutschland.

Kampagne soll über Gefahren aufklären

Seit vielen Jahren sei in allen Ikea-Kommoden bereits eine Aufforderung enthalten, die Möbelstücke an der Wand zu befestigen. Gleiches gelte für Regale und andere Möbel, die kippen könnten. "Alle Pakete enthalten ein Montageset für die Wandbefestigung", betonte die Sprecherin. Dieses könne auch nachbestellt werden.

Ikea Deutschland wies darauf hin, dass das Unternehmen in den USA derzeit gemeinsam mit der Behörde für Produktsicherheit in einer Kampagne auf die Gefahren umkippender Möbel aufmerksam mache. Es handele sich nicht um einen Produktrückruf, betonte die Sprecherin. In den USA stirbt nach Angaben der US-Behörde alle zwei Wochen ein Kind, weil ein Möbelstück oder der Fernseher umkippt. Alle 24 Minuten wird demnach ein Kind bei solch einem Unfall verletzt.

afp

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