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Manfred Krug ist tot

Deutsch-deutscher Schauspieler Manfred Krug ist tot

In „Spur der Steine“ legte sich Manfred Krug mit einem SED-Parteisekretär an, bevor er später „Liebling Kreuzberg“ wurde und als „Tatort“-Kommissar Stoever ermittelte: Einer der beliebtesten deutschen Schauspieler ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

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Manfred Krug (1937 – 2016).
 

Quelle: dpa

Berlin. Wie die „Bild“-Zeitung meldete, wurde Krug bereits im engsten Familienkreis beerdigt. Das Management des Schauspielers bestätigte der Deutschen Presse-Agentur und  „Spiegel Online“ diese Angaben. Demnach ist der beliebte Schauspiel am vergangenen Freitag (21. Oktober) „friedlich im Kreise seiner Familie zuhause eingeschlafen“.

Der Schauspieler Manfred Krug ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

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Krugs Künstleragentur in Leisnig (Sachsen) wurde von der Nachricht überrascht. „Wir sind schockiert. Wir sind mitten in den Planungen für seine neue Tournee im kommenden Jahr. Es sollte demnächst Fernsehaufnahmen geben. Außerdem ist seine neue Platte ja auch schon fertig. Die sollte bis zu seinem Geburtstag im Februar erscheinen“, sagte ein Agentur-Sprecher der „Leipziger Volkszeitung“.

Sein Vater nahm ihn mit in die DDR

Zuletzt war es still geworden um den in Ost wie West erfolgreichen Schauspieler. Krug lebte in Berlin. Er war verheiratet und hatte mit seiner Frau drei gemeinsame Kinder. Im Jahr 2002 bekannte er sich zudem zu einer unehelichen Tochter, die 1998 geboren wurde. Im April 2013 erhielt der Künstler das Bundesverdienstkreuz.

Der Schauspieler, Autor und Musiker wurde 1937 in Duisburg geboren. Die Eltern ließen sich nach dem Zweiten Weltkrieg scheiden, sein Vater zog 1949 in die DDR und nahm den Sohn mit. In Brandenburg an der Havel machte Krug zunächst eine Lehre zum Stahlschmelzer, bevor er Schauspieler wurde.

Beliebter Schauspieler in Ost und West

Seine bekannteste Filmrolle war 1965 die des Zimmermanns Hannes Balla in „Spur der Steine“, der mit der Partei und der Bürokratie in Konflikt gerät. Der Film von Frank Beyer wurde später verboten ( einen Bericht des rbb mit Szenen aus dem Film finden Sie hier).

Nachdem Krug einen Protest zahlreicher DDR-Künstler gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnet hatte, erhielt er 1976 ein Teilberufsverbot. Ein Jahr später stellte Krug einen Ausreiseantrag, der genehmigt wurde. Am 20. Juni 1977 verließ er Ost-Berlin.

In West-Deutschland wurde er unter anderem durch die TV-Serien „Liebling Kreuzberg“ und „Auf Achse“ sowie durch seine Rolle in der Krimi-Reihe „Tatort“ bekannt. Zwischen 1984 und 2001 stand Krug als Paul Stoever 41 Mal vor der „Tatort“-Kamera.

Von RND/wer/dpa/epd

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