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Panorama Mann bei Attacke in U-Bahn lebensgefährlich verletzt
Nachrichten Panorama Mann bei Attacke in U-Bahn lebensgefährlich verletzt
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12:41 15.07.2011
Zuletzt hatten in Berlin brutale Überfälle in den Bahnhöfen Lichtenberg und Friedrichstraße für Aufsehen gesorgt. Quelle: dpa
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Erneut ist es auf einem Berliner U-Bahnhof zu einer lebensgefährlichen Gewalttat gekommen. Zwei Männer wurden in der Nacht zum Freitag auf dem Bahnhof Zoologischer Garten angegriffen, einer von ihnen erlitt nach Polizeiangaben lebensgefährliche Stichverletzungen im Oberkörper. Der andere 21-jährige Mann wurde nur leicht am Arm verletzt. Der Täter gehörte zu einer Gruppe von drei Männern, mit denen die beiden jungen Männer zuvor in Streit geraten waren. Der 20-jährige Schwerverletzte wurde in der Nacht in einem Krankenhaus notoperiert. Bisher gibt es noch keine heiße Spur zu den mutmaßlichen Tätern.

Nach ersten Erkenntnissen soll der Streit in der U-Bahnlinie 9 aus einem nichtigen Anlass heraus entstanden sein. Am Bahnhof Zoo seien alle Beteiligten ausgestiegen. Die drei Männer entfernten sich, einer von ihnen kehrte aber kurz danach zurück. Danach eskalierte der Streit. Die beiden Opfer stiegen aber noch in eine U-Bahn und fuhren weiter. Erst dann bemerkten sie, dass sie bluteten und Stichverletzungen hatten. Sie riefen um Hilfe und wurden ins Krankenhaus gebracht. Die zweite Mordkommission ermittelt. Zuletzt hatten in Berlin brutale Überfälle in den Bahnhöfen Lichtenberg und Friedrichstraße für Aufsehen gesorgt.

Gleichzeitig verwies die Polizei am Freitag auf einer schon vorher angekündigten Pressekonferenz darauf, dass die Kriminalität insgesamt und die Gewalttaten in U- und S-Bahnen, in Bussen sowie auf Bahnhöfen in den vergangenen Jahren deutlich weniger wurden. Polizeidirektor Thomas Dublies räumte aber auch ein: "Das Sinken der Gewalttaten setzt sich fort. Aber trotzdem steigt nicht unbedingt das Sicherheitsempfinden." Zusammen mit den Verkehrsbetrieben BVG werde die Polizei weiter ihre im Frühjahr begonnenen Einsätze an Kriminalitätsschwerpunkten fortsetzen. "Wir wollen keinen leeren öffentlichen Nahverkehr, wir wollen, dass die Leute Vertrauen haben."

dpa

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