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Mann lebte jahrelang mit Leiche zusammen

Toter war im Schrank versteckt Mann lebte jahrelang mit Leiche zusammen

Acht Jahre lang suchte die Polizei einen Brandstifter. Jetzt fand sie seine Leiche. Ein Mann hatte sie in einem Schrank in seiner Wohnung versteckt.

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In Liebenwalde nördlich von Berlin hat die Polizei eine mumifizierte Leiche im Keller eines unbewohnten Mehrfamilienhauses gefunden.

Quelle: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Liebenwalde. In Liebenwalde nördlich von Berlin ist eine mumifizierte Leiche im Keller eines unbewohnten Mehrfamilienhauses gefunden worden. Laut Polizei handelt es sich um einen mutmaßlichen Brandstifter, der im Jahr 2007 von der Polizei gesucht wurde. Ein 52-Jähriger lebte acht Jahre mit der Leiche im Schrank in seiner Wohnung in dem Mehrfamilienhaus – bis er auszog.

Leiche im Keller versteckt

Der 55-Jährige war 2007 wegen des dringenden Tatverdachts einer Brandstiftung sowie wegen Freitodgefahr gesucht worden, wie ein Polizeisprecher am Freitag weiter mitteilte. Trotz einer intensiven Fahndung konnte der Mann damals nicht ausfindig gemacht werden. Seine Leiche wurde nun am 27. November gefunden. Sie wurde aufwendig gerichtsmedizinisch und kriminaltechnisch untersucht. Der 52-Jährige wurde vernommen, blieb aber auf freiem Fuß.

Zusammen mit der Staatsanwaltschaft sei entschieden worden, von einer Festnahme abzusehen, teilte der Sprecher weiter mit. Der Mann habe glaubhaft geschildert, der 55-Jährige sei kurz nach der Brandstiftung im März 2007 zu ihm gekommen, um bei ihm zu übernachten. In der Nacht habe sich der Mann in einem Nebenzimmer selbst stranguliert. Aus Angst vor Strafverfolgung habe er die Leiche bei sich im Schrank und ab August 2015 – wegen eines Umzugs – im Keller versteckt.

"Unkorrekter Umgang mit Leichnam"

Auch wenn dem 52-Jährigen kein Verbrechen nachgewiesen werden konnte, muss er doch noch mit Strafe rechnen. Im Raum steht noch der Vorwurf des "unkorrekten Umgangs mit einem Leichnam", was als Ordnungswidrigkeit geahndet würde. Was dazu geführt hat, dass die Leiche nicht verweste, konnte der Polizeisprecher nicht sagen.

Von Anett Indyka

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