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Panorama Mittlerweile drei Tote nach Schwert-Attacke
Nachrichten Panorama Mittlerweile drei Tote nach Schwert-Attacke
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11:20 23.10.2015
Ein maskierter Mann hat in der Kornan-Schule in Trollhättan mehrere Personen angegriffen und verletzt. Quelle: EPA/STIG HEDSTROEM SWEDEN
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Trollhättan

Bei einem Angriff an einer Schule in Westschweden hat ein Unbekannter einen Lehrer und einen Schüler erstochen und zwei weitere Menschen lebensgefährlich verletzt. Die Polizei habe auf den maskierten Mann geschossen, der das Gebäude in Trollhättan mit mehreren "messerähnlichen" Gegenständen betreten habe, berichten die Ermittler. Der 21-Jährige erlag mittlerweile seinen schweren Verletzungen.

Maskiert, in schwarzer Kleidung und mit einem Schwert bewaffnet habe der Täter die Schule in Trollhättan betreten, sagten Schüler gegenüber dem schwedischen Fernsehen. Ob es sich dabei tatsächlich um ein Schwert oder eher ein langes Messer handelte, konnte die Polizei noch nicht genau sagen.

Weil der Angriff kurz vor Halloween passierte, hätten die Schüler zunächst an einen Witz geglaubt. "Einige Schüler wollten ein Bild von ihm machen und das Schwert berühren", werden Mitarbeiter des Fernsehteams zitiert.

Die Schüler beschrieben den Angreifer laut einem Bericht der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter" als etwa 1,80 Meter groß, er sei um die Augen mit dunklem Kajal geschminkt gewesen.

Das Blatt berichtet weiter, dass ein Lehrer dem Täter im Flur versucht haben soll, seine Maske zu entreißen. Daraufhin habe der Mann auf den Lehrer eingestochen. Er und ein Schüler wurden am Nachmittag noch operiert. Sie erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Motiv gibt Rätsel auf

Der Täter stammte nach Angaben der Polizei aus Trollhättan. An der Schule, rund 80 Kilometer nördlich von Göteborg, herrsche großes Durcheinander, erklärte ein Polizeisprecher. "Wir haben Todesopfer, Jugendliche sind betroffen. Das ist furchtbar tragisch, und die Menschen sind sehr unruhig." Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven sprach nach dem Angriff von einem "schwarzen Tag für Schweden".

Über das Motiv des Täters rätselten die Ermittler zunächst. Am späten Nachmittag will die Polizei in einer Pressekonferenz mehr Details bekanntgeben. Der Vorfall hatte sich in einem Café in der Schule abgespielt, die öffentlich zugänglich sein soll.

Es soll sich um eine Problemschule handeln. Schon häufiger sei über die Sicherheit der Schüler diskutiert worden, sagte ein Oppositionspolitiker in Trollhättan schwedischen Medien. Rund 400 Kinder und Jugendliche von der ersten bis zur neunten Klasse besuchen die Schule.

dpa/abr

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