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Mann übergießt duschende Ehefrau mit heißem Öl

Zehn Jahre Haft Mann übergießt duschende Ehefrau mit heißem Öl

Eine Frau steht unter der Dusche. Plötzlich kommt ihr Ehemann herein. Er ruft: "Guck mal!" Als die Frau den Vorhang zur Seite schiebt, schüttet der 49-Jährige heißes Öl auf sie. Vorm Landgericht Hamburg wurde der Mann nun verurteilt - wegen Mordversuchs.

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Das Landgericht in Hamburg.

Quelle: dpa

Hamburg . Wegen eines lebensgefährlichen Angriffs auf seine Ehefrau mit heißem Öl hat das Hamburger Landgericht einen 49-jährigen Afghanen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Angeklagte habe sich eines Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht, erklärte der Vorsitzende Richter Wolfgang Backen am Donnerstag. 

"Der Fall hat viel mit der afghanischen Kultur zu tun", sagte Backen. "Er wollte sie unattraktiv für andere Männer machen, weil er eifersüchtig war."

Zwei Wochen auf der Intensivstation

Die Frau war am Morgen des 8. September vergangenen Jahres gerade beim Duschen, als ihr Mann mit einem Topf ins Badezimmer gekommen sei, erklärte die Staatsanwältin. Er habe gerufen: "Guck mal!". Als die Frau völlig ahnungslos den Duschvorhang zur Seite zog, habe der Mann drei Liter Öl über sie geschüttet. Danach ließ die Frau um Hilfe schreiend in der Wohnung zurück und stellte sich der Polizei. Vor der Tat habe er mit seiner Frau Sex haben wollen, was aber wegen einer Erektionsstörung nicht geklappt habe.

Nach Feststellung von Ärzten und Gutachtern erlitt die Frau Verbrennungen zweiten Grades auf 44 Prozent ihrer Hautfläche. Sie lag drei Wochen auf der Intensivstation, anfangs mit einer Überlebenschance von nur 20 Prozent. Zum Wechseln der Verbände habe man sie jedes Mal in Narkose versetzen müssen. Sie leide unter schweren Spätfolgen und sei arbeitsunfähig.

Verteidiger hatte milde Strafe gefordert

Die Staatsanwältin hatte eine Haftstrafe von elf Jahren für den Afghanen gefordert. Der Verteidiger bat das Gericht um eine milde Strafe wegen gefährlicher Körperverletzung. Sein Mandant habe keinen Tötungsvorsatz gehabt, insofern auch keinen Mordversuch begangen. Auch eine schwere Körperverletzung liege nicht vor, da die Ärzte der Frau eine relativ günstige Prognose für die Abheilung der Verletzungen gegeben hätten.

dpa/zys

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