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Margot Käßmann will mit 60 in Frührente

Frühere Bischöfin Margot Käßmann will mit 60 in Frührente

Mehr Zeit für sich und die Enkel: Margot Käßmann will schon in drei Jahren in Frührente gehen. Eine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten lehnt sie ab.

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Im Moment arbeitet Margot Käßmann als Botschafterin für das Lutherjahr 2017. Danach strebt sie die Frührente an.

Quelle: Daniel Naupold/dpa

Wittenberg. Derzeit ist die 57-Jährige noch Botschafterin für das Lutherjahr 2017, beruflich komme danach nichts mehr für sie in ihrer Kirche in Frage, sagte Käßmann dem Magazin "Bunte". "Ich werde mit 60 Jahren in Frührente gehen, mit ein paar Abschlägen", berichtete sie. "Ich will mehr Zeit für mich und meine Enkel, es ist herrlich mit ihnen etwa Hühnern beim Picken zuzuschauen."

"Ich bin so frei wie nie zuvor"

Sie befinde sich momentan in der entspanntesten Phase ihres Lebens, sagte die Theologin weiter. Sie müsse sich nicht mehr um die Erziehung ihrer Kinder kümmern und habe auch kein Leitungsamt mehr in der Kirche. "Macht ist ja mit vielen Pflichten verbunden. Ich bin so frei wie nie zuvor," fügte sie hinzu.

"Der Druck wäre mir zu groß"

Eine Kandidatur für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck würde Käßmann nach eigenen Angaben ablehnen: "Ein klares Nein – der Druck der öffentlichen Beobachtung wäre mir zu groß", sagte sie. "Mir verrutscht ja manchmal spontan ein Satz, das gäbe gleich riesige Diskussionen."

Käßmann war von ihrem Amt als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im Februar 2010 nach nur wenigen Wochen zurückgetreten, nachdem sie alkoholisiert mit ihrem Auto über eine rote Ampel gefahren war.

afp

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