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Deutscher Student ist „Mars One“-Kandidat

Umstrittene Raumfahrt-Mission Deutscher Student ist „Mars One“-Kandidat

Das Weltraum-Projekt "Mars One" wird immer konkreter. 100 Teilnehmer wollen in zehn Jahren auf den Mars fliegen und dort eine Kolonie gründen. Auch Robert Schröder aus Darmstadt will die Erde hinter sich lassen. Doch die Mission ist umstritten – es wäre eine Reise ohne Rückkehr.

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Er ist der letzte deutsche Mars-One-Kandidat: Robert Schröder (27) aus Darmstadt. Sein Ziel: den Mars bewohnen.

Quelle: dpa

Darmstadt. Ein Elektrotechnik-Student aus Darmstadt will Mars-Mensch werden: Rund 200.000 Freiwillige hatten sich für das private Raumfahrt-Projekt „Mars One“ beworben. Nach einem strengen Auswahlverfahren sind nun nur noch 100 potenzielle Marsbewohner im Rennen. Darunter: Robert Schröder aus Darmstadt. Der 27-Jährige ist der letzte deutsche Kandidat.

Die Mission soll bereits 2026 losgehen. Das Ziel: Menschen sollen auf dem Roten Planeten landen und dort eine dauerhaft bewohnbare Siedlung aufbauen. Geschätzte Kosten: 6 Milliarden US-Dollar. Finanziert werden soll das ganze Projekt durch private Sponsoren und TV-Übertragungsrechte.

Die komplette Mission ist umstritten: Das Konzept basiert auf der Voraussetzung, dass die Astronauten nicht zur Erde zurückkehren und somit ihr restliches Leben auf dem Mars verbringen müssen. Eine Rückkehr zur Erde ist nicht geplant – aus Kostengründen.

Schröder könnte sich jedoch auch damit abfinden. „Es ist einfach die Idee, auf dem Mars zusammen mit einer Crew was zu errichten, was dann Bestand hat für immer“, sagt Schröder. „Das ist einfach so als Bastler, das wäre das Obergeilste.“ Nur drei weitere Menschen würden ihn in das Abenteuer ohne Rückfahrt begleiten.

Wenn Robert Schröder in die nächste Runde kommt, warten auf ihn zehn Jahre Ausbildung. Denn er muss fit sein für das Leben auf dem Mars. Psychologische Tests, Isolation, technisches Know-how oder Basiswissen in Landwirtschaft. „Ganz klar, wenn hier auf der Erde was passiert, wenn wir mal apokalyptisch denken, etwas schlägt in die Erde ein, dann ist einfach die Menschheit vernichtet. Dann hat man immer noch quasi ein Backup“, so Schröder.

kst/dpa

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