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Walser für Legalisierung der Sterbehilfe

Selbstbestimmter Tod Walser für Legalisierung der Sterbehilfe

Der Schriftsteller Martin Walser hat sich für eine Legalisierung der Sterbehilfe ausgesprochen: "Man sollte selbst die bestmögliche Art zu sterben wählen."

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Ob er Angst vor dem Tod habe? "Ja, natürlich", sagt Martin Walser.

Quelle: Felix Kästle/dpa

Hannover. "In 100 Jahren werden die Menschen auf unsere Zeit zurückblicken wie wir auf das Mittelalter, weil man damals noch aus natürlicher Bedingung gestorben ist", sagte Walser (88) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem auch die HAZ gehört. Es sei unwürdig, das Sterben der Naturgemeinheit zu überlassen, wenn Medizin und Technik doch das Sterben menschenmöglich machen könnten. "Man sollte selbst die bestmögliche Art zu sterben wählen", sagte Walser.

Auf die Frage, ob er Angst vor dem Tod habe, antwortete der Schriftsteller: "Ja, natürlich." Das Schreiben helfe ihm, die Qualen des Alterns zu ertragen, sagte Walser dem RND. "Andere müssen das Altern ungesagt ertragen. Daran will ich nicht denken. Die sind viel schlimmer dran. Das Gelungensein einer Seite macht jedes Elend quitt." In seinem jüngsten Roman "Ein sterbender Mann" schreibt der Schriftsteller über einen Mann mit Selbstmordphantasien.

Im November 2015 hatte der Bundestag einen Gesetzentwurf verabschiedet, wonach die umstrittenen Aktivitäten von Sterbehilfevereinen verboten sind. Dadurch soll geschäftsmäßige Sterbehilfe in Deutschland strafbar sein.

Von Nina May

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