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Mehr als 1100 Tote nach Fabrikeinsturz in Bangladesch

2500 Menschen verletzt Mehr als 1100 Tote nach Fabrikeinsturz in Bangladesch

Zweieinhalb Wochen nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch wurde eine Arbeiterin noch lebend geborgen. Viele andere Familien können nur ihre Toten betrauern. Die Zahl der Opfer steigt und steigt.

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Zweieinhalb Wochen nach einem Fabrikeinsturz in Bangladesch laufen noch die Aufräumarbeiten.

Quelle: dpa

Dhaka. Zweieinhalb Wochen nach dem Fabrikeinsturz in Bangladesch ist die Zahl der Opfer auf mehr als 1100 gestiegen. Wie die Behörden am Sonnabend mitteilten, wurden seit dem Unglück am 24. April 1114 Tote geborgen. 2500 Menschen erlitten Verletzungen, als das Gebäude in der Stadt Savar einstürzte.

Am Freitag konnte eine Textilarbeiterin lebend aus der Ruine des mehrstöckigen Gebäudes geborgen werden. Reshma Begum, die im zweiten Stock arbeitete, hatte unter den Trümmern Essen und Wasser gefunden und so überlebt. Sie wird den Behörden zufolge in einem Militärkrankenhaus behandelt. Der Zustand Reshmas habe sich verbessert, sagte Generalmajor Hasan Surhawady. Sie brauche allerdings viel Ruhe und habe Probleme, einzuschlafen.

„Reshma lebend zu finden war ein Wunder“ und ein Zeichen der unermüdlichen Hilfe, die Menschen leisten können, sagte Surhawady. Die Rettungsarbeiten würden fortgesetzt bis die letzten Vermissten gefunden seien, fügte er hinzu.

Das Unglück hat den Druck auf die Textilindustrie in dem südasiatischen Land verstärkt, internationale Arbeits- und Sicherheitsnormen besser zu befolgen. Die Textilindustrie ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Bangladesch. In dem Niedriglohnland kommt es wegen Mangel an Kontrollen immer wieder zu schweren Unfällen. Die lokalen Produzenten fürchten, dass die Auftraggeber, die vor allem aus Europa und den USA kommen, dem Land den Rücken kehren könnten.

Die Behörden ließen bereits 18 gefährdete Fabriken schließen. Die Regierung arbeitet an einem Sicherheitspaket und will 200 Fabrikinspektoren einstellen, die die Sicherheit von Gebäuden überprüfen und gefährdete Fabriken umsiedeln sollen.

dpa

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