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Mehrere Tote nach Schüssen in US-Gericht

Fluchtversuch geht schief Mehrere Tote nach Schüssen in US-Gericht

Drei Tote und zwei Verletzte - das ist die traurige Bilanz eines Fluchtsversuchs eines Gefangenen in Michigan. Auf dem Weg in den Gerichtssaal hatte der Mann zwei Justizbeamte angegriffen und sich eine Waffe greifen können.

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Polizei vor einem Gerichtsgebäude in den USA (Symbolfoto)

Quelle: dpa

St. Joseph. Beim Fluchtversuch eines Strafgefangenen sind in einem Gerichtsgebäude in den USA drei Menschen getötet worden. Der Mann entriss am Montag (Ortszeit) im US-Bundesstaat Michigan einem Polizisten die Waffe und tötete zwei Beamte, ehe er selbst erschossen wurde, wie die Polizei des Landkreises Berrien mitteilte. Zwei Menschen seien mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, ihr Zustand sei stabil.

Rangelei auf dem Weg in den Gerichtssaal

Bei den getöteten Beamten handle es sich um langjährige Mitarbeiter im Justizvollzug, sagte Sheriff Paul Bailey vor Journalisten. Die Tat "zerreißt uns das Herz", fügte er hinzu. Nach Schilderung des Sheriffs hatten die Beamten den Täter zunächst aus einer Zelle im Gerichtsgebäude geholt. Auf dem Weg in den Gerichtssaal sei es auf dem Flur zu einer Rangelei gekommen, in deren Verlauf der Täter sich eine Waffe habe greifen können und dann auf die Beamten gefeuert habe. Er sei dann selbst getötet worden, bevor er habe fliehen können.

Wie genau sich der Täter die Waffe aneignen konnte, müsse noch untersucht werden, sagte Sheriff Bailey. Es würden Zeugen befragt und Bilder von Überwachungskameras ausgewertet. Das Gerichtsgebäude bleibe bis Mittwoch geschlossen.

Gouverneur sieht Verbindung zu Dallas

Der Angriff auf die Polizisten in Michigan ereignete sich in einer Zeit, in der die tödlichen Schüsse auf fünf Polizisten in Dallas in der vergangenen Woche die Öffentlichkeit in den USA tief bewegen. Der Gouverneur von Michigan, Rick Snyder, stellte eine Verbindung zwischen den Taten her und rief zur Solidarität mit Polizisten auf. "Das ist eine besonders schwere Zeit für Polizeibeamte", erklärte Snyder. "Wir müssen nun zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen."

afp/dpa/RND/zys

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