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Menschen pilgern zu Kornkreis in Bayern

Waren es Außerirdische? Menschen pilgern zu Kornkreis in Bayern

Nachdem in Bayern ein Kornkreis entdeckt worden ist, pilgern immer mehr Menschen zu dem Feld in Alling. Einige sind davon überzeugt: Das müssen Außerirdische gewesen sein – und sie haben der Menschheit ein Zeichen hinterlassen.

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Der Kornkreis in einem Weizenfeld in der Nähe von Alling (Bayern) zieht immer mehr Schaulustige an. Einige kommen hierhin, "um gute Energie zu tanken".

Quelle: dpa

Alling. Bevor Bernhard Fricke den Kornkreis in Alling betrat, zog er seine Schuhe aus – weil es "ein heiliger Ort" sei, erzählt der Rechtsanwalt aus München. Dann habe er meditiert, "das Ganze auf mich wirken lassen", und einen "tiefen Frieden" gespürt. "Es war eine inspirierende Erfahrung."

Der Münchener ist nicht der einzige, der von dem Kornkreis in den Bann gezogen worden ist. Nachdem ein Landwirt das Oktogramm vor einer Woche in seinem Getreidefeld rund 25 Kilometer von München entfernt entdeckt hat, haben sich immer mehr Menschen auf den Weg nach Oberbayern gemacht, viele aus spirituellen Gründen. "Man tankt gute Energie an einem schönen Platz", sagte ein Mann der "Münchener Abendzeitung".

Waren es Außerirdische?

Bisher waren es "ein paar Dutzend" Besucher am Tag, berichtet die Polizei. Am Wochenende rechnet sie aber mit "deutlich mehr Schaulustigen". Für den betroffenen Landwirt zahlt sich die Geschichte dadurch vielleicht noch aus. Er hat eine Geldkassette aufgestellt, um Spenden von den Kornkreis-Besuchern zu sammeln – als Ausgleich für den Ernteschaden, den die Polizei auf etwa 3000 Euro schätzt. Das niedergedrückte Korn könne er nicht mehr verwenden, beklagt der Landwirt. Die Polizei ermittelt deshalb wegen Sachbeschädigung. Bisher gegen Unbekannt.

Viele Menschen kommen nun nach Alling, um in dem Kornkreis zu meditieren.

Quelle:

Der Vater des Landwirts hatte die Beamten vor einer Woche alarmiert, weil er Spuren im Feld gesehen hatte. Von unten sei das Muster aber nicht zu erkennen gewesen, sagt Fricke. Das ganze Ausmaß wurde deshalb auch erst deutlich, als ein Polizeihubschrauber Aufnahmen aus der Luft machte. Den Durchmesser des Kornkreises schätzen die Ermittler auf mindestens 100 Meter.

"Ein friedlicher Gruß"

Eine Spur auf die möglichen Täter hat die Polizei noch nicht. "Das Hinweisaufkommen bewegt sich gegen Null", sagt ein Beamter. "Es können nur außerirdische Wesen das Oktogramm geschaffen haben", meint Fricke. "Es ist ausgeschlossen, dass menschlichen Wesen mit dieser Präzision ein solches Muster gelingt."

Fürchten muss sich deshalb aber niemand, sagt er. "Es ist ein absolut friedlicher Gruß aus dem Weltall", erklärt der Rechtsanwalt. "Es sind uns wohlgesonnene Wesen." Er hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer einen Brief geschrieben. Darin fordert Fricke eine Task-Force, die sofort Spuren sichert, falls irgendwo ein Kornkreis auftaucht. "Weil nur so jede Form von Manipulation ausgeschlossen werden kann."

Bis der Mähdrescher kommt

Der Landwirt glaubt dagegen nicht an Außerirdische. „Das scheint mir doch menschengemacht – nicht ungeschickt, aber durchaus nachvollziehbar“, sagte er dem "Münchener Merkur". Solange es nicht zu viele Schaulustige sind, die sein Feld betreten, will er das Getreide stehen lassen, berichtet die Polizei. Aber spätestens in zwei Wochen soll der Mähdrescher anrücken.

wer

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