Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Menschenraub? Geocacher finden gefesselten und verletzten Mann vor Friedhof
Nachrichten Panorama Menschenraub? Geocacher finden gefesselten und verletzten Mann vor Friedhof
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:48 16.10.2018
Streifenwagen sperrten die B 76 und damit den Bereich beim Timmendorfer Waldfriedhof weiträumig ab. Quelle: Martina Janke-Hansen/LN
Timmendorfer Strand

Zwei Zeuginnen haben in Schleswig-Holstein in der Nacht zu Dienstag einen verletzten und gefesselten Mann entdeckt. Die beiden Frauen waren an der Bundesstraße 76 auf einer GPS-Schnitzeljagd – auch Geocaching genannt – unterwegs.

Der Mann hatte Schnittverletzungen im Bauchbereich sowie an den Armen. Das bestätigten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstagmittag. Der Verletzte wurde in die Uniklinik gebracht, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten. „Der Mann war an Händen und Füßen gefesselt und nicht ansprechbar“, hieß es in einer Pressemitteilung.

Die Auffahrt am Parkplatz zum Waldfriedhof ist mit rot-weißem Polizeiband angeflattert, die Pforte zum Friedhof abgesperrt. Quelle: Martina Janke-Hansen/LN

Ebenfalls bewahrheitet haben sich die Angaben, wonach es sich bei dem Mann um einen 38-Jährigen handelt, der seit mehreren Tagen vermisst wurde. Seine Freundin hatte eine Vermisstenanzeige erstattet und suchte ihn auch auf dem sozialen Netzwerk Facebook. „Wo die Person sich zwischenzeitlich aufgehalten hat, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.“ Möglicherweise ist der Gefesselte um das Opfer eines erpresserischen Menschenraubes geworden.

Hundestaffel, Feuerwehr und Spurensicherung im Einsatz

Die Bundesstraße 76 war in dem betroffenen Abschnitt für mehrere Stunden voll gesperrt. Experten der Spurensicherung suchten das Areal ab. Die Freiwillige Feuerwehr war zuvor zum Ausleuchten des Fundorts gerufen worden. Streifenwagen-Besatzungen sperrten die Straße.

Die Beamten, die die Straße im Ortszentrum sicherten, hatten Glück: Ihre Kollegen der Lübecker Diensthundestaffel, die bei diesem Einsatz selbst nicht gefordert waren, brachten frischen Kaffee.

Während des Einsatzes wirkte die Szenerie auf der anderen Seite am Ortseingang von Scharbeutz unheimlich. Die hellen Blitze des Blaulichts warfen im Sekundentakt verzerrte Schatten auf die Hotel-Fassade des Belveder. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch vollkommen unklar. Die Polizei sucht noch nach Zeugen.

Von Marina Janke-Hansen/LN/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für bessere Noten hat ein niedersächsischer Lehrer ein Nacktfoto von einer Schülerin (14) bekommen – später schickte ihm das Mädchen sogar noch ein weiteres Bild, um ein Gespräch mit ihren Eltern zu verhindern. Jetzt beschäftigte sich ein Gericht mit dem Fall.

16.10.2018

Es klingt nach einem ebenso erschreckenden wie unglaublichen Fall: Ein Mann in den USA ist nach dem Verzehr von Grauhörnchen-Gehirn offenbar an BSE erkrankt und einen grausamen Tod gestorben.

16.10.2018

Schon seit Wochen hatte die Öffentlichkeit über royalen Nachwuchs spekuliert, am Montag gab das englische Königshaus bekannt: Ja, Prinz Harry und Meghan bekommen ein Baby. Jetzt hat der Prinz erstmals selbst über seinen Nachwuchs gesprochen.

16.10.2018