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Busfahrer rettet Frau vor Ehemann

Messerattacke in Bielefeld Busfahrer rettet Frau vor Ehemann

Ein mutiger Busfahrer hat einer Frau in Bielefeld womöglich das Leben gerettet. Ihr Ehemann hatte mit einem Messer auf sie eingestochen. Der Busfahrer sprang dazwischen – und gefährdete sich selbst.

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In Bielefeld hat ein mutiger Busfahrer einer Frau womöglich das Leben gerettet. Ihr Ehemann stach mit einem Messer auf sie ein.

Quelle: Patrick Seeger (Symbolbild)

Bielefeld. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte der Ehemann an einer Bushaltestelle auf seine getrennt lebende Frau (34) eingestochen. In diesem Moment hielt ein Schulbus an der Haltestelle. Ohne Zögern sprang der Busfahrer heraus und riss den Täter von seinem bereits schwer verletzten Opfer weg.

Busfahrer verhindert Schlimmeres

Videoaufnahmen des Schulbusses zeigen, dass das beherzte Einschreiten des Fahrers den 36-jährigen Ehemann an weiteren Attacken hinderte, wie die Polizei berichtete. "Dieses vorbildliche Verhalten des Busfahrers hat vermutlich Schlimmeres verhindert", erklärte der Leiter der Mordkommission, Markus Mertens.

"Trotzdem sollte man sich als Helfer niemals selbst gefährden", mahnte der Kriminalhauptkommissar. "Sich um das Opfer zu kümmern, Hilfe zu organisieren und später als Zeuge zur Verfügung zu stehen, zeichnet eine aktive Zivilcourage auch aus."

Fahnungsdruck zu hoch – Ehemann stellt sich

Nach der Messerattacke vom 13. Mai hatte sich der Täter zunächst in einem Waldgebiet versteckt. Zwei Tage später stellte er sich der Polizei. In seiner Vernehmung räumte der Ehemann ein, sich aufgrund des hohen Fahndungsdruckes der Polizei gestellt zu haben.

In seinem Versteck im Waldgebiet zwischen Sennestadt und Lipperreihe habe er das Bellen der eingesetzten Diensthunde gehört und jederzeit mit seiner Entdeckung durch Polizeibeamte gerechnet. Sonntagfrüh begab sich der Beschuldigte dann zu seinen Eltern.

Von dort aus fuhr der Gesuchte zur Polizeiwache Brackwede, um sich zu stellen. Er sitzt seither wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Die 34-jährige Bielefelderin muss wegen ihrer schweren Verletzungen weiter im Krankenhaus behandelt werden.

afp/RND/fw

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