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"El Chapo" fühlt sich gefoltert

Mexikanischer Drogenboss "El Chapo" fühlt sich gefoltert

Strengere Haftbedingungen: Monatelang hatten Ermittler den getürmten Drogenboss "El-Chapo" gejagt, ehe er ihnen schließlich ins Netz ging. Seither wird er rund um die Uhr überwacht.

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Der berüchtigte Drogenboss Joaquin 'El Chapo' Guzman nach seiner Festnahme im Januar.

Quelle: EPA/CEFERESO

Mexiko-Stadt. Der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán wirft den Behörden des Landes Folter während seiner erneuten Inhaftierung vor. Er leide unter anderem unter Schlafentzug, erklärte der Chef des Sinaloa-Kartells in einem am Montag in Mexiko-Stadt veröffentlichten Schreiben. Auch das Tageslicht sehe er so gut wie nie, zitierte der Sender Radio Fórmula aus der Erklärung. Diese war vor einer Woche einem Richter vorgelegt worden.

"El Chapo" war im Januar den Ermittlern ins Netz gegangen, ein halbes Jahr nach seinem spektakulären Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis. Der mächtige Drogenbaron war 2001 bereits einmal aus einer mexikanischen Haftanstalt getürmt. Nun soll er sobald wie möglich an die USA ausgeliefert werden.

Wohl aus Angst vor einem neuen Ausbruch wird Guzmán nun rund um die Uhr in dem Gefängnis bewacht, aus dem er im Juli durch einen bis zu seiner Zelle gegrabenen Tunnel geflohen war. In seinem Schreiben klagte "El Chapo", dass er jede vierte Stunde geweckt werde. Er leide deswegen unter Bluthochdruck. Am Wochenende hatte auch Guzmáns Ehefrau in einem Interview gesagt, sie mache sich Sorgen um das Leben ihres Mannes.

dpa

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