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Michael "Bully" Herbig will Thriller drehen

Keine Comedy mehr Michael "Bully" Herbig will Thriller drehen

Spätestens seit seiner Winnetou-Parodie "Der Schuh des Manitu" zählt Michael "Bully" Herbig zu den bekanntesten Comedians in Deutschland. Jetzt plant er den Wechsel ins ernste Fach. Vorher hat Herbig noch eine Überraschung.

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Regisseur, Schauspieler, Autor und Produzent – Michael "Bully" Herbig ist seit 20 Jahren ein Allrounder in der deutschen Comedy-Branche.

Quelle: Jörg Carstensen

München. Es ist eine Geschichte ganz anderer Art, die Michael "Bully" Herbig zu seinem neuesten Kino-Projekt inspiriert hat: 1979 flohen zwei Familien mit einem Heißluftballon von der DDR in die Bundesrepublik. Ihr Schicksal wird der bisher nur als Comedian bekannte "Bully" Herbig gemeinsam mit Hollywood-Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day") als Thriller verfilmen, verriet der 47-Jährige im Interview mit dem am Donnerstag erscheinenden "Zeit-Magazin".

Damit bricht Herbig mit seiner bisherigen – sehr erfolgreichen – Arbeit. Die Komödien "Der Schuh des Manitu" und "(T)Raumschiff Surprise – Periode 1" sind mit 11,7 und 9 Millionen Zuschauern die bislang erfolgreichsten deutschen Kinofilme aller Zeiten.

Doch mit Blick auf sein Alter wird "Bully" Herbig zunehmend nachdenklich. „Ich weiß halt nicht, ob ich mit 50 noch in Frauenklamotten steigen möchte. Oder auf ein Pferd", sagt er in dem Interview mit Blick auf diverse "Schuh des Manitu"-Szenen.

Eigentlich, so sagt er, habe er schon immer ernsthafte Filme machen wollen. "Ich bin ja nicht auf die Welt gekommen und habe gesagt, ich bin jetzt Komiker“, sagt Herbig. Aber: "Dieser exorbitante Erfolg mit dem 'Schuh des Manitu' hat alles über den Haufen geschmissen." Mit zahlreichen Comedy-Shows wie der "Bullyparade" oder "Bully und Rick" sowie Kino-Produktionen wie "Hotel Lux" blieb Herbig dem lustigen Genre fortan treu.  

Der Erfolg war aber nicht zu halten. In seinem jüngsten Film "Buddy" aus dem Jahr 2013 erzählt er die Geschichte eines etwas unbeholfenen Schutzengels, der das Leben eines jungen Mannes entscheidend verändert. Damit schaffte es Herbig auf knapp 700.000 Zuschauer in den Kinos. Die zugehörige Fernsehsitcom "Bully macht Buddy" floppte.

Ein letztes Comedy-Best-Of

Sich nun zusammen mit einem der bekanntesten deutschen Regisseure an einen Thriller zu wagen, gleicht daher einem Neustart: "Für mich wäre es ein Traum, wenn Leute von mir einen Thriller akzeptieren würden", sagt "Bully" Herbig.

Davor plant er noch ein letztes Comedy-Best-Of. Im Jahr 2017 – zum 20. Geburtstag der "Bullyparade" – soll es einen eigenen "Bullyparaden"-Film geben. "Da wird alles drin sein", verspricht Herbig.

Andrea Brack/dpa

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