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Bisher keine deutschen Opfer in Bangkok

Bombenanschlag in Thailand Bisher keine deutschen Opfer in Bangkok

Auf einer ersten Liste der Verletzten in Bangkok befindet sich bisher kein deutscher Name. Mindestens 22 Menschen waren bei dem Bombenanschlag am Montag getötet worden. Die Behörden haben bereits einen Verdächtigen im Visier – einen Mann aus dem Nordosten Thailands.

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Bei der schweren Explosion in Bangkok sind zahlreiche 15 Menschen getötet oder verletzt worden.

Quelle: dpa

Bangkok. Auf einer ersten Liste der Verletzten des Anschlags in Bangkok befindet sich kein deutsch- oder europäischklingender Name. 49 Opfer sind laut der Bangkoker Zeitung "The Nation" bisher namentlich bekannt. Danach dürfte eine hohe Zahl der Verletzten aus China stammen. Am Montag war von "einer bedeutenden Zahl an Ausländern" die Rede.

Bei einer gewaltigen Explosion waren in der thailändischen Hauptstadt Bangkok mindestens 22 Menschen umgekommen. 123 wurden verletzt, als der Sprengsatz am Montagabend (Ortszeit) an einem bei Einheimischen und Touristen beliebten Schrein mitten im Einkaufsviertel detonierte.

Der Sprengsatz explodierte an einer Stelle in Bangkok, die von vielen Gläubigen und Touristen besucht wird.

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Auf der Suche nach den Verantwortlichen verfolgt die Polizei bereits eine heiße Spur: Auf Bildern von Überwachungskameras sei ein Verdächtiger zu sehen, nach dem nun gefahndet werde, sagte der Chef der thailändischen Militärjunta, Prayut Chan-O-Cha, am Dienstag. Der Verdächtige stammt aus dem Nordosten Thailands, einer Hochburg der Rothemden-Bewegung. Dieser Zusammenschluss aus Regierungskritikern, meist aus der ärmlichen Landbevölkerung, verurteilt den Militärputsch im Mai 2014 durch die Militärjunta.

Die beiden politischen Lager haben jahrelang um die Regierungsmacht gekämpft. Grob stehen sich alteingesessene Eliten und wohlhabende Städter und Bauern aus der Provinz sowie arme Stadtbewohner gegenüber. Sie haben Massendemonstrationen und Straßenblockaden in Bangkok organisiert und sich teils blutige Straßenschlachten geliefert. Dutzende Menschen sind dabei seit 2010 ums Leben gekommen.

Verdächtiger soll zu Rothemden-Bewegung gehören

Anschläge in der Hauptstadt, etwa zur Destabilisierung der Regierung, waren bisher dennoch die Ausnahme. Im Februar waren zuletzt vor einem Einkaufszentrum in Bangkok zwei Sprengsätze explodiert und hatten zwei Menschen verletzt. Auf der Touristeninsel Koh Samui explodierte im April eine Autobombe.

"Die Bombe hatte das Ziel, so viele Menschen wie möglich zu töten," sagte Polizeisprecher Thavornsiri. Schließlich sei der Schrein am Abend üblicherweise gut besucht. Für den Anschlag wurden dem Sprecher zufolge vermutlich drei Kilogramm Sprengstoff verwendet.

Kamera filmte die Explosion

Die Kreuzung ist sehr belebt. In der Umgebung sind zahlreiche Restaurants, Hotels und Einkaufszentren. An dem Schrein legen Thailänder den ganzen Tag über Blumen nieder und zünden Räucherstäbchen an. Touristen verhalten dort, weil es jede Stunde mehrere Tanzdarbietungen zur Huldigung des Hindu-Gottes Brahma gibt. Eine Überwachungskamera filmte an der Kreuzung einen riesigen Feuerstoß. Dann waren auf dem Video Passanten zu sehen, die in verschiedene Richtungen davon liefen.

dpa/afp/wer/aks

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