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„Miss-WM“ kommt aus Neuseeland

Frauenfußball „Miss-WM“ kommt aus Neuseeland

Dominique Ela Wisniewski aus Neuseeland hat den Titel „Miss WM 2011“ gewonnen. Gleich hinter der 20-jährigen Neuseeländerin landete Deutschland mit der zwei Jahre älteren Christina Trost aus Bayern.

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Dominique Ela Wisniewski aus Neuseeland ist "Miss WM 2011".

Quelle: dpa

Wäre es ein Fußballspiel gewesen, der Schiedsrichter hätte ernsthaft über einen Abbruch nachdenken müssen: Die Wahl zur „Miss WM 2011“ am späten Freitagabend im Europa-Park in Rust (Baden-Württemberg) litt massiv unter heftigen Regenschauern. Mancher unkte sogar, Petrus habe ein Problem mit Frauenfußball.

Barfuß statt in Stöckelschuhen und unter dem Schutz mächtiger Regenschirme präsentierten sich die 16 „Missen“ dem durchnässten und nur notdürftig geschützten Publikum.

Nachdem das Finale von der mediterranen „Piazza Roma“ nach drinnen verlegt wurde, konnte aber doch noch die „schönste Frau der WM“ gekürt werden: Für die 20-jährige Dominique Ela Wisniewski aus Auckland lohnte sich die weiteste Anreise aller Teilnehmerinnen: Die Neuseeländerin wurde zu den Klängen ihrer Nationalhymne zur „Miss WM 2011“ gekrönt. Sie gibt jetzt der am kommenden Sonntag (26. Juni) in Berlin startenden Frauenfußball-WM ein Gesicht.

„Wow“, sagte die braunäugige Blondine strahlend, die ihren Triumph kaum fassen konnte. Bei so viel wunderschöner Konkurrenz habe sie nicht mit dem Titel gerechnet, sei aber außerordentlich stolz und dankbar, sagte sie. „Ich liebe mein Land und repräsentiere es sehr gerne.“

Die 20-Jährige spricht gut Deutsch, war nun aber zum ersten Mal in Deutschland. „Es ist wunderbar hier - und wenn es immer solches Wetter hat, komme ich ab jetzt jeden Sommer nach Deutschland“, sagte sie lachend mit Blick auf den plätschernden Regen.

Deutschland wird Vize-Weltmeister

Für ihren Sieg erhält Wisniewski 2000 Euro sowie einige Sachpreise. Nach ihren Hobbys befragt zählte sie eine ganze Reihe auf: Mode, Singen, Reisen, Tanzen, Musik, Lesen, Tennis - und: Fußball. Sie werde die Frauen-WM voller Interesse beobachten.

Dass ihre Landsfrauen genau wie sie selbst den Titel holen, hält sie bei allem Optimismus für eher unwahrscheinlich. Dass eine Fußballexpertin zur „Miss WM“ gekürt wurde, war indes Zufall: Fußballerisches Wissen gab bei der Wahl nicht den Ausschlag - es ging lediglich um das Erscheinungsbild. Die „Miss WM 2011“ hat bei der WM keine offiziellen Aufgaben, tritt aber als Werbebotschafterin auf.

Die Deutschen wurden in Rust Vize-Weltmeister: „Auf Platz 2 zu landen ist für mich einfach nur Wahnsinn - das bedeutet mir sehr viel“, sagte Christina Trost (22) aus Bad Wörishofen in Bayern. Im Gegensatz zu den deutschen Fußballerinnen, die als Titelfavoritinnen gelten, zeigte sie sich schon überglücklich, dass sie ins Finale der besten Acht eingezogen war. Dritte wurde die 30-jährige Nigerianerin Jane Ogbe.

Jedes WM-Teilnehmerland war bei dem Schönheitswettbewerb mit einer Kandidatin vertreten. Die 16 Frauen im Alter von 19 bis 30 Jahren präsentierten sich zunächst im Trikot der Frauenfußball-Nationalmannschaft ihres Landes, später dann im Abendkleid sowie in Badebekleidung.

„Ich denke, es hat eine verdiente Siegerin gegeben, aber durch den heftigen Regen konnte ich nicht so gut sehen“, sagte Dragoslav Stepanovic. Der Fußballtrainer saß ebenso in der Jury wie Sängerin Indira Weis, Ex-Torwart Uli Stein oder der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Walter Eschweiler.

Nachdem bei den Männer-Weltmeisterschaften 2006 und 2010 bereits eine „Miss WM“ gekürt worden ist, stellt nun erstmals die Frauen-WM den Anlass für einen solchen Wettbewerb.

dpa

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