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Empörung um Kindershirt mit gelbem Stern

Modekette Zara entsetzt mit KZ-Optik Empörung um Kindershirt mit gelbem Stern

Krasser Missgriff einer großen Modekette: Ein gestreiftes Kindershirt mit gelbem Stern auf der Brust hat der Modekette Zara harsche Kritik eingebracht. Grund: Das Shirt erinnert stark an Kleidung von KZ-Häftlingen.

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Missgriff bei Zara: Dieses Kindershirt löste am Mittwoch Empörung aus.

Quelle: Screenshot Twitter

Madrid. Die spanische Modekette Zara ist dafür bekannt, jeden x-beliebigen Trend von den Laufstegen der Welt zu kopieren und zu günstigen Preisen in ihren Filialen anzubieten. Manchmal hat die Firma auch eigene Ideen. Und manchmal geht ein eigener Einfall daneben: Im aktuellen Fall wirkt es, als hätten sich die Designer von Kleidung inspirieren lassen, die jüdische Häftlinge in nationalsozialistischen Konzentrationslagern tragen mussten. Ein Hemdchen für Kleinkinder bis drei Jahre sorgte heute für einen Aufschrei im Internet.

Denn auf der linken Brust des dunkelblau, weiß gestreiften Shirts prangt ein gelber sechseckiger Stern, der stark an den Davidstern erinnert. Zara ließ zwar erklären, man habe harmlosen Westernfilme vor Augen gehabt und ein Sheriff-Outfit entwerfen wollen, doch die Protestwelle im Internet beruhigte das nicht. Auch israelische und US-Medien griffen das Thema auf. „Das Shirt sieht aus wie die Uniform, die jüdische Menschen gezwungen wurden, während des Holocaust zu tragen. Möglicherweise war dies nicht die Intention, aber auf jeden Fall sehr ungeschickt für eine europäische Firma“, lautete der noch harmlose Kommentar in der israelischen Onlinezeitung „The Times of Israel“.

Die US-Wochenzeitung „The Jewish Press“ dagegen wertete das Design als „ekelhaften, heimlichen Seitenhieb auf jüdische Überlebende des Holocaust“. Am Mittwoch entschuldigte sich der Konzern und gab zu, das in der Türkei produzierte T-Shirt sei ein Fehler gewesen. Allerdings sei es auch nur für wenige Stunden in drei Ländern im Internet zum Kauf angeboten worden. Dann habe man das Produkt zurückgezogen.

Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Modekette in die Kritik gerät. Erst vor wenigen Tagen nahm Zara ein T-Shirt aus dem Sortiment, das die Aufschritt „White is the new Black“ (auf Deutsch: „Weiß ist das neue Schwarz“) trug. Dem Konzern wurde Rassismus unterstellt. Internetnutzer riefen zum Boykott von Zara-Produkten auf.

Dabei hätte die spanischen Modemacher aus der Vergangenheit lernen können: Vor zwei Jahren war einer Kundin in Großbritannien nach dem Einkauf bei Zara aufgefallen, dass ihre neue Handtasche nicht nur mit bunten Blumen, sondern auch mit Hakenkreuzen bestickt war. Damals redete man sich bei Zara damit raus, dass das Produkt von externen Lieferanten in Indien hergestellt worden war. Dort hat das Symbol eine religiösen Hintergrund.

Von Nora Lysk

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