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Neonazi muss wegen KZ-Tattoos vor Gericht

Anklage wegen Volksverhetzung Neonazi muss wegen KZ-Tattoos vor Gericht

Das KZ-Tattoo auf der Hüfte eines Neonazis hat ein juristisches Nachspiel. Wegen Volksverhetzung muss sich der Mann noch vor Weihnachten vor Gericht verantworten. Laut Medienberichten soll es sich um einen NPD-Politiker handeln.

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Wegen dieses Tattoos flog der Neonazi erst aus dem Schwimmbad - und muss sich nun vor Gericht verantworten.

Quelle: Facebook/MAZ

Oranienburg/Neuruppin. Noch vor Weihnachten muss sich ein Mann im brandenburgischen Oranienburg vor Gericht verantworten, nachdem sein Nazi-Tattoo vor wenigen Wochen in einem Schwimmbad aufgefallen war. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neuruppin am Mittwoch sagte.

Das Amtsgericht Oranienburg habe einem Antrag der Staatsanwaltschaft auf ein beschleunigtes Verfahren stattgegeben und einen Verhandlungstermin am 22. Dezember angesetzt, ergänzte eine Gerichtssprecherin.

Bundesweite Aufmerksamkeit

Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Angeklagten um einen 27-Jährigen, der für die rechtsextreme NPD im Kreistag Barnim sitzt und Gemeindevertreter in Panketal ist. Laut MAZ-Online hat eine Mitarbeiterin des Gerichts den Namen mittlerweile auch bestätigt.

Der NPD-Politiker war wegen seines geschmacklosen Tattoos Ende November aus einem Oranienburger Schwimmbad geflogen. Das Tattoo zeigt die Silhouette eines Konzentrationslagers samt des Spruches „Jedem das Seine“. Der Satz stand am Haupttor des früheren KZ Buchenwald.

Zunächst war ein Foto des Tattoos auf Facebook aufgetaucht, die Geschichte entwickelte so schnell ihre Eigendynamik und erzielte bundesweite Aufmerksamkeit.

dpa/MAZ/zys

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Foto: Wegen dieses Tattoos flog der Neonazi aus dem Schwimmbad

Wird der Prozess gegen den Nazi-Tattoo-Träger neu aufgerollt? Vor Weihnachten hatte ein Gericht den 27-jährigen NPD-Politiker wegen Volksverhetzung zur einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft will das nicht hinnehmen. Sie hat Berufung eingelegt.

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