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Rätsel um Frau ohne Gedächtnis gelöst

Nach Aufruf auf Facebook Rätsel um Frau ohne Gedächtnis gelöst

Sie erinnert sich weder an ihren Namen, noch an ihre Herkunft, als Feuerwehrleute sie in den Straßen Kaliforniens finden. Vergeblich suchen die Behörden nach Angehörigen der blonden Frau um die 50. Erst ein Aufruf im Internet klärt ihre Identität – und erfüllt einen ihrer letzten Wünsche.

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Mit diesem Foto suchte Interpol nach Angehörigen von "Sam". Aber erst ein Aufruf auf Facebook half dabei, das Rätsel um die Frau zu lösen.

Quelle: Interpol

Carlsbad. In den Akten der Behörden tauchte sie fast ein halbes Jahr nur mit dem Namen „Sam“ auf, die sich einzig an ihr tägliches Frühstück in einem kleinen Vorort der australischen Metropole Perth, an die Küsten Hawaiis und an ihre Schwimm-Runden in einem Salzwasserpool erinnern konnte. Sie spricht Englisch und Französisch. Mehr ist der 53-Jährigen nicht von ihrem Leben geblieben. „Ich kann mich an nichts erinnern. Ich hatte nichts dabei, als ich gefunden wurde – keinen Schmuck, keine Handtasche, nichts“, sagte sie den Behörden. Nicht die einzige Horrormeldung: Im Krankenhaus entdeckten die Ärzte einen Tumor in einem der Eierstöcke, der seit fünf Jahren wuchert und die schwere Amnesie auslöst.

Via Facebook wandte sich „Sam“ an die Welt, nachdem selbst FBI und Interpol ihr nicht helfen und eine Vergangenheit geben konnten. „Meine Prognose ist nicht gut und ich bete, dass meine Familie bald gefunden wird“, schrieb sie. Dazu stellte sie Fotos aus dem Krankenbett. Medien auf der ganzen Welt stürzten sich auf die herzzerreißende Geschichte, berichteten über Sams trauriges Schicksal.

"Unsere Gebete wurden erhört"

Einen dieser Berichte sieht ihr Neffe und gibt der todkranken Frau einen Teil ihres Lebens zurück. „Sam“ heißt Ashley, ist 53 Jahre alt, wuchs in Pennsylvania auf. Ihr Weg führte weiter nach Arizona und Carlsbad. Das Rätsel der Frau ohne Gedächtnis ist endlich gelöst.

Ashley, die auf der Suche nach ihrer Vergangenheit kaum noch Hoffnung hatte, zeigt sich erleichtert. „Wir haben guten Nachrichten. Unsere Gebete wurde erhört“, schrieb sie bei Facebook. Es gebe keine Worte, die ihre Gefühle beschreiben könnten, endlich zu wissen, wer sie ist, wo sie herkommt, was sie getan hat. „Wenn wir alle etwas daraus gelernt haben, dann, dass wir dankbar für alles sein müssen und nicht alles immer zu ernst nehmen sollten.“

Von Carsten Bergmann

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