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Panorama Blutiges Stier-Ritual in Spanien verboten
Nachrichten Panorama Blutiges Stier-Ritual in Spanien verboten
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22:14 19.05.2016
Seit dem 16. Jahrundert hielten die Menschen von Tordesillas an der blutigen Tradition fest. Nun wurde das Töten von Stieren bei ihrem Volksfest verboten. Quelle: dpa
Valladolid

Die Regionalregierung von Kastilien und León verabschiedete am Donnerstag ein Dekret, das das Töten von Rindern auf Volksfesten grundsätzlich untersagt. Das blutige Ritual von Tordesillas, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen, gehörte zu den traditionellen Spektakeln in Spanien, die Tierschützern besonders verhasst sind.

Beim "Toro de la Vega", wie das alljährlich stattfindende Fest heißt, wird ein Kampfstier aus der Stadt hinaus auf ein Feld getrieben und dort von Lanzenträgern bekämpft und getötet. Mit dem Dekret solle eine Tradition aus dem 16. Jahrhundert an die "Kultur uns Sensibilität des 21. Jahrhunderts" angepasst werden, teilte die Regionalregierung mit. Die Stadtverwaltung von Tordesillas müsse nun entscheiden, ob sie das Ritual in einer modifizierten Version beibehalten will, bei der der Stier nicht getötet werde.

Bei den blutigen Ritualen von Tordesillas und Pamplona werden nicht nur Stiere getötet – bei diesen Traditionen werden auch immer wieder Menschen verletzt.

Beim Stierkampf in Sevilla ist Torero Andres Roca Rey von einem Bullen aufgespießt worden. Aber der Peruaner hatte Glück und wurde nur leicht verletzt. Er konnte sogar noch eine Ehrenrunde drehen. Hier einige Bilder von der umstrittenen spanischen Tradition.

dpa/RND/abr

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