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Reem findet Merkels Reaktion "in Ordnung"

Nach Tränenausbruch vor der Kanzlerin Reem findet Merkels Reaktion "in Ordnung"

Für ihren Umgang mit einem Mädchen aus dem Libanon, das vor ihr nach einer Diskussion zur Flüchtlingspolitik in Tränen ausgebrochen ist, wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Netz scharf kritisiert. Jetzt hat sich die Schülerin Reem selbst zu Wort gemeldet. Sie zeigte Verständnis für Merkel.

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Der Kinderkanal begleitete Reem schon vor ihrer Begegnung mit Angela Merkel mit der Kamera.

Quelle: Screenshot / ARD Morgenmagazin

Hannover. Das ARD-Morgenmagazin strahlte am Freitag ein kurzes Statement der Schülerin aus, die eine Körperbehindertenschule in Rostock besucht und Angst vor einer Abschiebung in den Libanon hat. "Frau Merkel hat zugehört", lobte Reem. "Sie hat ihre Meinung dazu gesagt und das finde ich auch in Ordnung. Ich werde mich jetzt erst mal damit abfinden." Trotzdem wolle Reem die Hoffnung nicht aufgeben. 

"Ich hatte viel mit Krieg und Unsicherheit zu tun. Deshalb bin ich froh, in Deutschland zu sein, weil es hier einfach viel sicherer ist", sagte Reem. "Solange ich hier bin, werde ich zwar die Angst in mir behalten, aber es wird immer besser."

Das Statement der Schülerin wurde laut ARD bereits am Tag des von der Bundesregierung initiierten Bürgerdialogs in Rostock aufgezeichnet und somit deutlich vor der starken Resonanz in den Medien auf den Tränenausbruch von Reem. In den sozialen Netzwerken wird die Diskussion über Angela Merkels Reaktion unter dem Hashtag #merkelstreichelt geführt.

Das Interview hat Reem allerdings nicht der ARD selbst gegeben, sondern dem gemeinsam mit dem ZDF betriebenen Kinderkanal. Der Sender strahlt den Mitschnitt des Bürgerdialogs mit Merkel am Sonnabend, 18. Juli, um 20.10 Uhr aus. So war es schon vor der hochgekochten Debatte anlässlich der Veranstaltung geplant. Für die Sendung "Zukunftsmacher Spezial – Jugenddialog" haben sich die Reporter des Kinderkanals zwei Schüler der Schule herausgepickt und sie vor und nach ihrer Begegnung mit Merkel intensiv mit der Kamera begleitet: Peter Stein und eben die kleine Reem aus dem Libanon.

Von Christoph Stephan

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