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Panorama Missbrauch im Fanzug: Verdächtiger stellt sich
Nachrichten Panorama Missbrauch im Fanzug: Verdächtiger stellt sich
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18:07 16.04.2018
Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer 19-Jährigen im Sonderzug fahndet die Polizei nach einem Mann aus Mönchengladbach. Quelle: dpa
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Mönchengladbach

Nach dem mutmaßlichen sexuellen Missbrauch einer 19-Jährigen in einem Sonderzug für Fußballfans hat der Tatverdächtige sich nun gestellt, wie der Spiegel berichtet. Demnach habe er eine Haftstrafe in in einem Gefängnis in Nordrhein-Westfalen angetreten. Zu dieser sei er wegen Körperverletzung verurteilt worden. Durch seinen Anwalt ließ er mitteilen, dass er sich zu den aktuellen Vorwürfen der Vergewaltigung äußern möchte.

Foto identifizierte den Tatverdächtigen

Von dem 30-Jährigen und seinem Opfer sei ein Foto im Zug gemacht worden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Mönchengladbach. Die beiden lernten sich auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach im so genannten Tanzwagen des Zuges kennen. „Danach gab es auf der Toilette im Zug nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen“ an der 19-Jährigen, sagte Polizeisprecher Wolfgang Röthgens.

Das Foto wurde der Polizei demnach aber erst nach den Massenkontrollen an Bahnhöfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zugespielt. Die Personalien des Verdächtigen seien der Polizei bekannt. Demnach handele es sich um einen deutsch-polnischen Staatsbürger aus Fankreisen, der in Mönchengladbach lebt.

Auch das Opfer sei bislang noch nicht vernommen worden. „Wir haben veranlasst, dass sie vernommen wird, sobald sie dazu fähig ist. Das ist bisher noch nicht erfolgt“, sagte der Polizeisprecher in Mönchengladbach am Montagmittag. Bekannt sei lediglich, dass die 19-Jährige nach der Tat ihre Eltern angerufen habe, die schließlich die Polizei alarmierten. Im Laufe des Montages sollen weitere Vernehmungsversuche gestartet werden.

Suche nach Verantwortlichen für Sicherheit geht weiter

Auch, wer den Zug gechartert hat, konnte bislang nicht geklärt werden. Das sei laut Polizeisprecher Sache des Fußballvereins. „Der Zug war privat organisiert - das heißt, nicht vom Verein und auch nicht vom Fanprojekt“, betonte Markus Aretz, der Pressesprecher von Borussia Mönchengladbach. Er soll aber nach dpa-Informationen von einem Schweizer Bahn-Unternehmen gestellt worden sein.

Für die Sicherheit in Fußball-Sonderzügen ist nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor allem das Unternehmen verantwortlich, das die Fans befördert. Entweder müsse sie eigenes Personal bereitstellen oder einem angemieteten Sicherheitsdienst. „Wir fahren nicht mit, das ist nicht unsere Aufgabe“, sagte der GdP-Landeschef NRW, Arnold Plickert, der dpa.

Es handele sich dabei nicht um rechtsfreie Räume. „Auch in Sonderzügen gelten Gesetze und Normen“, betonte der GdP-Bundesvize. Bei Straftaten wie zum Beispiel gravierenden Sachbeschädigungen greife die Polizei ein. Außerdem kontrolliere vor allem die Bundespolizei die Fanzüge bei Abfahrt und Ankunft. „Wir brauchen mehr Personal bei Bundes- und Landespolizei“, forderte Plickert, schränkte jedoch ein: „Aber auch wenn wir es hätten, würden wir es nicht in die Züge packen. Wir sind dort nicht die Hausherren

Polizei nahm in Großkontrolle Personalien aller 750 Passagiere

In dem Zug befanden sich Fußballfans auf der Rückreise vom Spiel Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach am Sonnabendabend. Die 19 Jahre alte Frau wurde am frühen Sonntagmorgen von der Polizei im hessischen Flörsheim am Bahnhof in Empfang genommen, befragt und in eine Wiesbadener Klinik gebracht. Die Bundespolizei sammelte danach im Rahmen einer Großkontrolle an mehreren Bahnhöfen die Personalien aller 750 Passagiere. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal übernahm unterdessen die Ermittlungen..“

Von RND/dpa/lf

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