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Vater des Amokläufers: Unser Leben ist erledigt

18-Jähriger tötete neun Menschen Vater des Amokläufers: Unser Leben ist erledigt

Gut eine Woche nach dem Amoklauf von München hat sich der Vater des Täters erstmals zu Wort gemeldet. "Mir geht es schlecht. Wir bekommen Morddrohungen. Meine Frau weint seit einer Woche. Unser Leben in München ist erledigt."

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Blumen und Kerzen vor dem Haupteingang des Olympia-Einkaufszentrums in München: Bei dem Amoklauf am 22. Juli tötete ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun Menschen und anschließend sich selbst. Der Vater des Mannes sagte, er habe von den Plänen nichts gewusst. Auch von einer Waffe habe er keine Kenntnis gehabt.

Quelle: Peter Kneffel/dpa

München. Vor gut einer Woche hatte ein 18-jähriger Deutsch-Iraner in München neun Menschen erschossen, überwiegend Jugendliche. Anschließend erschoss er sich selbst. Die Pistole hatte er sich offenbar heimlich im Internet besorgt. Der Täter soll psychisch krank gewesen sein. Als ein mögliches Motiv für seinen Amoklauf gilt sein Gefühl, in der Schule gemobbt zu werden.

Bei einer Schießerei im Olympia-Einkaufszentrum in München sind offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen.

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Der Vater sagte der "Bild am Sonntag", dass er von den Plänen seines Sohnes keine Ahnung gehabt habe. "Von einer Waffe habe ich nichts gewusst."  Der Vater berichtete weiter, dass sein Sohn ihm nie erzählt habe, wie er in der Schule gemobbt wurde.

Trauergottesdienst für die Opfer des Amoklaufs

Vor vier Jahren erfuhr er jedoch über einen Mitschüler davon, wie er berichtete. "Ich habe Ali von der Schule genommen und mit der Lehrerin gesprochen", sagte er der "Bild am Sonntag". "Einige der mobbenden Mitschüler habe ich angezeigt." Doch seien die Ermittlungen eingestellt worden.

Der Schüler war nach den bisherigen Ermittlungen von dem rechtsextremen Attentäter Anders Behring Breivik aus Norwegen fasziniert. Seine meist muslimischen Opfer hatten Migrationshintergrund mit Wurzeln etwa in der Türkei oder dem Kosovo. Die Ermittler hatten zunächst aber vor allem auf psychische Probleme des Schülers verwiesen.

Am Sonntag hatten viele Menschen in München mit einem Gottesdienst der Opfer gedacht. Weitere Berichte zum Amoklauf von München finden Sie auf unserer Themenseite.

Einen Tag nach der Schießerei im Olympia-Einkaufszentrum in München ist die Polizei weiterhin in Alarmbereitschaft.

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dpa/afp/RND/wer

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