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Braunsbacher klagen über Schaulustige

Zerstörter Ort in Baden-Württemberg Braunsbacher klagen über Schaulustige

Bei den schweren Unwettern Ende Mai wurde Braunsbach von Geröll- und Schlammlawinen zerstört. Für Katastrophentouristen wurde der Ort damit zu einem beliebten Ausflugsziel am Sonntagnachmittag. Die Polizei versucht es nun mit einem Appell an die Vernunft der Schaulustigen.

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"Der Sonntagnachmittag wird noch immer dazu genutzt, Ausflüge nach Braunsbach zu machen, um sich bei anderen das anzuschauen, was einem selbst ja glücklicherweise erspart blieb": Die Polizei kritisiert den Katastrophentourismus (Archivbild).

Quelle: Marijan Murat/dpa

Braunsbach. Nach den verheerenden Unwettern leidet der kleine Ort Braunsbach (Baden-Württemberg) unter Schaulustigen. "Der Sonntagnachmittag wird noch immer dazu genutzt, Ausflüge nach Braunsbach zu machen, um sich bei anderen das anzuschauen, was einem selbst ja glücklicherweise erspart blieb", teilte die Polizei am Montag mit.

Braunsbacher beschweren sich demnach immer wieder über "lang andauernden Katastrophentourismus". In eineinhalb Stunden hätten Beamte zuletzt 180 Autos zurückschicken müssen, weil sie auf einer gesperrten Strecke unterwegs waren.

Mehrere Häuser wurden schon abgerissen

Das Sturmtief "Elvira" hatte am 29. Mai vor allem über dem Norden und Osten Baden-Württembergs gewütet. B raunsbach wurde von einer Geröll- und Schlammlawine zerstört. Kleine Bäche waren zu reißenden Strömen angeschwollen. Mehrere Häuser mussten bereits abgerissen werden.

Schwere Gewitter, extremer Regen und Sturm haben in Baden-Württemberg und Bayern immense Schäden angerichtet. Die Behörden sprechen von einer Naturkatastrophe.

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Landesweit kamen damals vier Menschen ums Leben. Die grün-schwarze Regierung hat ein Sonderprogramm von 10,6 Millionen Euro im Nachtragshaushalt für den Wiederaufbau Braunsbachs bewilligt.

Polizei befürchtet weitere Schaulustige

"Ortsansässige Braunsbacher teilen der Polizei immer wieder mit, dass sie es leid sind, nach dem Hochwasser nun zum zweiten Mal Opfer zu werden", mahnte die Polizei, "in diesem Fall von lang andauerndem Katastrophentourismus."

Die Beamten appellierten an Schaulustige, ihre Neugierde im Zaum zu halten. "Die Reaktionen der dort angetroffenen Verkehrsteilnehmer machen diesbezüglich allerdings eher nicht zuversichtlich."

dpa/RND

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