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Panorama Chiles Präsidentin ruft Katastrophenfall aus
Nachrichten Panorama Chiles Präsidentin ruft Katastrophenfall aus
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06:28 18.09.2015
Dieses Fischerboot wurde durch die Überschwemmungen in Coquimbo an Land gespült. Quelle: Martin Bernetti
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Santiago de Chile

200.000 Haushalte seien mittlerweile wieder ans Elektrizitätsnetz angeschlossen worden, sagte Energieminister Máximo Pacheco. Im Laufe des Freitags sollte die Stromversorgung vollständig hergestellt sein. In der Region Salamanca könnte es noch zwei Tage dauern, bis es wieder in allen Häusern Wasser gibt.

"Wir haben schwere Schäden an Gebäuden und Schiffen", sagte der Bürgermeister von Coquimbo, Cristián Galleguillos, im Radiosender Cooperativa. Nach dem Beben der Stärke 8,4 war die Hafenstadt am Mittwochabend von über vier Meter hohen Tsunamiwellen getroffen worden. "Seit 1923 hatten wir keine Überschwemmungen mehr bis ins Stadtzentrum", sagte Galleguillos.

Erdbeben sind in Chile keine Seltenheit. Das liegt an der Lage des Landes am sogenannten Pazifischen Feuerring, ein Gürtel aus etwa 450 aktiven Vulkanen. Eine Übersicht über die folgenschwersten Beben der letzten Jahrzehnte.

Bei dem sechststärksten Erdbeben in der Geschichte Chiles kamen mindestens elf Menschen ums Leben. Nach der Tsunamiwarnung wurden entlang der Küste rund eine Million Menschen in Sicherheit gebracht. Hunderte suchten Notunterkünfte auf. Rund 180 Gebäude wurden zerstört, betroffen waren vor allem einfache Häuser aus Lehmziegeln.

Kleinere Flutwellen erreichten am Freitagmorgen Japan. Entlang der Pazifikküste wurden Wellen mit einer Höhe von bis zu 70 Zentimetern registriert, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Die Bewohner entlang der Küste waren aufgefordert, das Ufer zu meiden. 

Um den Pazifischen Ozean herum liegt ein Gürtel aus etwa 450 aktiven Vulkanen, der als Pazifischer Feuerring bezeichnet wird. Hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Deshalb kommt es dort zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen, die Erdbeben auslösen können.

dpa

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