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Nazi-Tattoo-Träger kommt mit Bewährung davon

Prozess gegen NPD-Politiker Nazi-Tattoo-Träger kommt mit Bewährung davon

Ende November präsentierte ein Mann in einem öffentlichen Schwimmbad sein großflächiges Nazi-Tattoo. Die Justiz reagiert im Rekordtempo. Das Urteil fällt allerdings verhältnismäßg milde aus.

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Wegen dieses Tattoos flog der Neonazi aus dem Schwimmbad

Quelle: Facebook/MAZ

Oranienburg. Weil er in einem öffentlichen Schwimmbad ein KZ-Tattoo zur Schau gestellt hatte, wurde ein 27-jähriger Mann in Oranienburg bei Berlin wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor zehn Monate Haft, ohne Bewährung, für den Angeklagten gefordert.

Der Mann, der für die rechtsextreme Partei NPD unter anderem im Kreistag Barnim sitzt und wegen Körperverletzung vorbestraft ist, sei ein Überzeugungstäter und habe die Grundwerte der Verfassung mit Füßen getreten, hatte Staatsanwalt Torsten Lowitsch in seinem Plädoyer erklärt. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden, die Tätowierung in einem Spaßbad gezeigt zu haben. Sein Verteidiger verlas am Dienstag vor dem Amtsgericht Oranienburg eine entsprechende Erklärung. 

Ermittlungen nach Facebook-Veröffentlichung

Das umstrittene Tattoo am unteren Rücken des Mannes zeigt die Umrisse eines Konzentrationslagers, darunter ist in gotischer Schrift "Jedem das Seine" zu lesen. Der Spruch stand am Haupttor des Konzentrationslagers Buchenwald.

Einem anderen Badegast war die Tätowierung Ende November in dem sogenannten Spaßbad aufgefallen Er machte davon ein Foto und veröffentlichte es bei Facebook. Dazu schrieb er: "Solche Typen laufen unbehelligt im Schwimmbad in Oranienburg rum". Kurz darauf nahm die Polizei Ermittlungen auf.

dpa/epd/zys

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Berufung eingelegt
Foto: Wegen dieses Tattoos flog der Neonazi aus dem Schwimmbad

Wird der Prozess gegen den Nazi-Tattoo-Träger neu aufgerollt? Vor Weihnachten hatte ein Gericht den 27-jährigen NPD-Politiker wegen Volksverhetzung zur einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft will das nicht hinnehmen. Sie hat Berufung eingelegt.

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