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Neue Missbrauchsfälle im Bistum Hildesheim

Jesuitenpater Neue Missbrauchsfälle im Bistum Hildesheim

Das Bistum Hildesheim hat neue Hinweise auf Missbrauchsfälle durch Geistliche erhalten, die teilweise bis zu 50 Jahre zurückliegen. Einige davon betreffen die beiden Jesuitenpater, die bereits für etliche Missbrauchsfälle in Niedersachsen und anderenorts verantwortlich gemacht werden, teilte das Bistum am Montag mit.

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Das Bistum Hildesheim hat neue Hinweise auf Missbrauchsfälle durch Geistliche erhalten.

Quelle: lni (Symbolbild)

Fünf Opferberichte beziehen sich auf inzwischen gestorbene Priester. Ein weiteres mögliches Opfer beschwerte sich über einen schon lange im Ruhestand lebenden Priester. „Wir werden helfen und Beistand gewähren, wo wir können“, erklärte Domkapitular Heinz-Günter Bongartz. „Jeder einzelne Hinweis und jeder einzelne Bericht über sexuellen Missbrauch erfüllt uns mit Scham und Betroffenheit.“

Die meisten Hinweise erhielt das Bistum, nachdem Bischof Norbert Trelle vor gut einer Woche in allen Gottesdiensten einen Brief verlesen ließ mit dem Aufruf an Missbrauchsopfer, sich zu melden. Auslöser war der Missbrauchsskandal am Berliner Canisius-Kolleg mit inzwischen mehr als 100 möglichen Opfern. Zwei der daran beteiligten Jesuitenpater waren auch in Niedersachsen beschäftigt. Nach ersten Hinweisen gab es Missbrauchsfälle in Göttingen, Hildesheim und Hannover.

Nun meldete sich auch eine Frau, die berichtete, sie sei als Volljährige von einem der Pater belästigt worden. Außerdem gab es Hinweise auf weitere Missbrauchsfälle von Minderjährigen durch den Pater, der in den siebziger Jahren in Hannover in der Jugendseelsorge gearbeitet hatte. Bei vier weiteren Berichten über sexuelle Übergriffe und Belästigungen recherchiert das Bistum zurzeit und prüft Aussagen. In zwei Fällen pochen die Betroffenen auf absolute Anonymität und wollen den Fall nicht weiter verfolgt sehen.

lni

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Die Aufklärungsarbeit im Missbrauchsskandal um drei Jesuiten-Pater geht weiter: Das Bistum Hildesheim will mit einem öffentlichen Brief ehemalige Schüler ermutigen, sich zu melden. Bislang hat sich eine weitere Frau an die Kirche gewandt.

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