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Einbrecher werden nur selten verurteilt

Neue Studie Einbrecher werden nur selten verurteilt

Weil die Beweislage oftmals zu dünn ist, werden viele von der Polizei überführte Einbrecher nicht verurteilt - um genau zu sein: nur 2,6 Prozent.

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Die Einbruchzahlen steigen seit Jahren stetig an.

Quelle: Patrick Seeger/dpa

Hannover. Die Zahl ist geradezu verschwindend gering: Nur 2,6 Prozent aller Einbrecher werden nach einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) am Ende verurteilt. Dies habe die Auswertung von 3668 Einbrüchen ergeben, die von der Polizei im Jahr 2010 in Berlin, Bremerhaven, Hannover, München und Stuttgart registriert wurden. Damit liegt der Anteil der tatsächlich zur Rechenschaft gezogenen Einbrecher noch deutlich unter der Aufklärungsquote der Polizei. Diese hatte 2014 bei Einbrüchen im Bundesschnitt immerhin bei 15,9 Prozent gelegen.

Bei über zwei Drittel aller von der Polizei aufgeklärten Fälle hielt die Staatsanwaltschaft die Beweislage für zu dünn, ergab die KFN-Untersuchung. Kam es doch zu einer Anklage, so wurden rund drei Viertel der Tatverdächtigen verurteilt.

Technischer Einbruchschutz hilft

Zur Überführung von Tätern halfen vor allem Fingerabdrücke und DNA-Spuren sowie Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras.

Um der bundesweit seit Jahren steigenden Zahl von Einbrüchen (2014: 152.123 Fälle) entgegenzuwirken, empfiehlt die Studie allerdings nicht nur Verbesserungen bei Polizei und Justiz. Vor allem präventive Maßnahmen scheinen erfolgversprechend zu sein - wie Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft und technischer Einbruchschutz.

dpa

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